Regionalbeauftragte im Landkreis Göttingen

Vier Kämpfer für das Plattdeutsche

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Stärkung des Plattdeutschen: Willi Pape, Angelika Gießke, Kreisrat Marcel Riethig und Wolfgang Leopold. 

Göttingen/Hann.Münden. Insbesondere über die Arbeit mit Kindergärten und Schulen wollen die vier frisch bestellten Plattdeutsch-Beauftragten des Landkreises Göttingen diese niederdeutsche Sprache retten.

„Es ist Fünf vor Zwölf“, sagte der Vorsitzende des Anfang des Jahres gegründeten Plattdeutschen Forums Südniedersachsen, Wolfgang Leopold (Dorste). Er wird für den Bereich Osterode zuständig sein.

Als Gründe für den Verlust nannte er insbesondere die demografische Entwicklung mit einer älter werdenden Bevölkerung. Für den Bereich Hann. Münden und Staufenberg übernimmt Willi Pape aus Hemeln diese Aufgabe als Platt-Beauftragter. Er erhielt wie die anderen im Göttinger Kreishaus von Kreisrat Marcel Riethig jetzt seine Ernennungsurkunde.

Der pensionierte Lehrer unterrichtet zusammen mit Bernhard Peter Mädchen und Jungen in der Grundschule Hemeln in Platt, wie die über 30 Ausprägungen des Ostfälischen hier kurz genannt werden. Die in ihrer Existenz bedrohten Grundschule hat es damit als einzige Schule im Landkreis Göttingen geschafft, vom niedersächsischen Kultusministerium als Projektschule für Niederdeutsch offiziell anerkannt zu werden.

Pape freut sich denn auch darüber, dass rund 60 bis 70 Prozent der Hamelner Platt verstehen und oft auch sprechen.

Der dritte Beauftragte, Andreas Kompart aus Adelebsen, zuständig für den nordwestlichen Altkreis Göttingen, hat zu seinen aktiven Zeiten als Lehrer in seinem Heimatort verschiedene Plattdeutsch-AGs angeboten und war zwei Jahre lang als Plattdeutsch-Fachberater bei der niedersächsischen Landesschulbehörde tätig. Vierte im Bunde ist Angelika Gießke aus Groß Schneen für den östlichen Teil des Kreises.

Kreisrat Riethig kündigte an, dass der Landkreis die Förderung des Plattdeutschen finanziell unterstützen könne. 

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