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Vier Tage Kirmes in Hedemünden

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Von: Petra Siebert

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Kirmes in Hedemünden: Die Anwohner der Entengasse hatten das Thema überfüllte Züge wegen des Neun-Euro-Tickets ausgewählt
„Der Zug ist voll, die Gasse leer, wir laufen hinterher“: Die Anwohner der Entengasse hatten das Thema überfüllte Züge wegen des Neun-Euro-Tickets ausgewählt. © Petra Siebert

Bei der Hedemündener Kirmes herrschte nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause an vier Tagen der Ausnahmezustand. Von Freitag (05.08.2022) bis Montag (08.08.2022) feierten die Jackenbürger auf Einladung des Hedemündener Kirmesvereins ausgelassen und fröhlich im Hann. Mündener Ortsteil.

Höhepunkt war der Festumzug am Sonntag durch den Ort. Die örtlichen Vereine und Gruppen hatten mit tollen Ideen, viel Kreativität und Einfallsreichtum die Motivwagen und Fußgruppen bestückt und ihre Kostümierungen entworfen.

Da war die erste Herrenmannschaft des SG Werratal, die als Punker mit dem Neun-Euro-Ticket nach Sylt fahren wollten. Zirkusatmosphäre verbreiteten alle Sparten des MTV. In schönen und teilweise sehr aufwendigen Kostümierungen verschiedener Tiere, Akrobaten, Clowns und Dompteuren hieß es „Hurra, der Zirkus ist da“. Dass auch Superhelden Training brauchen, machten die Mitglieder der HSV Sparte Bodyfit mit ihren Filmkostümen deutlich. Der Kirmesverein warb für neue Mitglieder mit Sprüchen wie „früher Jäger und Sammler, heute Trinker und Gammler“. Die Kirmesdamen hatten sich im Charleston-Look in Schale geworfen und boten ein buntes Bild.

Das Sahnehäubchen des Umzugs lieferten die Moderatoren Matthias Adam und Jörg Spangenberg. Am Kreisel begrüßten sie die einzelnen Gruppen mit netten Kommentaren sowie humorvollen Einlagen und gaben dem Umzug einen gewissen Pep. Bei schönstem Sommerwetter säumten sehr viele Zuschauer, auch aus den umliegenden Ortschaften die Straßenränder in Hedemünden, die meisten schauten sich den Umzug gleich zwei Mal an. Unterstützung bei der Straßenabsperrung leistete die Oberöder Feuerwehr. Bei der Hedemündener Kirmes kamen alle auf ihre Kosten, die Jüngsten am Freitag bei der Kinderdisco, die Jugendlichen bei der Zeltdisco mit 1400 Besuchern. Am Samstag stand zunächst ein Familiennachmittag mit Kinderprogramm an.

Nach dem Abholen der Kirmesfahne und der Kirmesflasche mit dem Musikverein Ermschwerd wurden die Volksschützen proklamiert, danach durfte getanzt werden. Ausschlafen am Sonntag war wegen des traditionellen Weckens nicht möglich. Es folgte eine Festandacht mit anschließendem Platzkonzert am alten Spritzenhaus. Mit dem traditionellen Frühschoppen klang am Montag die Kirmes aus.

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