Volles Haus, volle Party bei Rock for Tolerance

Mit Pogo in den Endspurt des Abends: Best before Monday. Foto: Becker

Hann. Münden. „Laut werden für mehr Toleranz" ist das Motto der Konzertreihe Rock for Tolerance, die am Freitagabend im Geschwister-Scholl-Haus in Hann. Münden mit vier Bands aus dem Fachwerk-Fünfeck in die erste Runde ging.

Gemeinsam setzten die Musiker und insgesamt fast 300 Zuschauer ein Zeichen gegen Rassismus, Hetze und Intoleranz.

Laut werden sollte und laut wurde es auch: Harte Gitarrenriffs und Schlagzeuggewitter erwarteten die Besucher, denn die Bands sind alle in den Bereichen Rock und Metal zuhause. Lost Brian aus Hann Münden machte am Freitagabend den Anfang. Daniel Koch gehört zum Orga-Team von Rock for Tolerance und machte deutlich was er und seine Bandkollegen von Rassismus halten: „Dafür ist kein Platz in dieser Stadt.“

Die Band spielte Alternative Rock, hatte selbstgeschriebene Texte und Melodien im Gepäck, die sich meistens mit Politischen und sozialen Themen beschäftigten, die weit über die Grenzen Deutschlands hinaus gehen. Damit machten sie auch deutlich darauf aufmerksam dass alle Menschen gleich sind, unabhängig von Nationalität und Hautfarbe. Hunger fühlt sich in jedem Land gleich an.

Weiter ging es mit Gästen aus Duderstadt, Marilyn’s Cage, die neben vielen Hardrock Elementen auch die leisen Töne gut drauf haben und in ihrem Stil an die Band Foo Fighters erinnerten.

Auch sie beschäftigen sich in ihren Songs mit ernsteren Themen, sehen ihre Musik als Ventil um zu sagen, was sie beschäftigt. Die Coverversion von dem Police Klassiker „Sending out an SOS“ sorgte für einen Gänsehaut Moment, weil die Band es schaffte, fast alle Zuschauer zum Mitsingen zu bewegen. Bei Green Machine wurden die Töne dann deutlich härter. Die Band aus Einbeck steht für Metal und Headbangen.

Wenn auch die Texte sich eher weniger mit Politik auseinander setzen, haben die Bandmitglieder eine deutliche Meinung zum Thema: „Toleranz ist für uns ein universelles Grundrecht und wir setzen gerne ein Zeichen gegen all die Ungerechtigkeiten die gerade auch in den sozialen Netzwerken immer größer werden“, so Green Machine, die mit soviel Power für ihre Meinung einstehen, dass während des Konzerts das Fell der Bassdrum gerissen ist. Mit Klebeband und Unterstützung befreundeter Musiker konnte das Problem aber schnell behoben werden und das Konzert weiter gehen.

„That’s Rock’n’Roll!“ findet Rober Maßen. Er gehört zur letzten Band des Abends, Best before Monday, Ideengeber und Hauptorganisator des Rock for Tolerance. Und dann waren Pogo und die wahrscheinlich kuscheligste „Wall of Death“ des Rockuniversums angesagt. (zwh)

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