225 Kilometer in 10 Tagen

Von Hann. Münden bis Porta Westfalica: Wanderer sammelt Spenden für Kinderhospiz

Start am Weserstein: Jürgen Nimec beginnt seine Wanderung entlang der Weser in Hann. Münden. Bis zum 11. Juni will er 225 Kilometer weit gewandert sein.
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Start am Weserstein: Jürgen Nimec beginnt seine Wanderung entlang der Weser in Hann. Münden. Bis zum 11. Juni will er 225 Kilometer weit gewandert sein.

Jürgen Nimec aus Bischofsheim in der Rhön wandert von Hann. Münden 225 Kilometer entlang der Weser. Er sammelt Spenden für schwerkranke Kinder.

Hann. Münden – „Wanderwege ins Glück“ nennt Jürgen Nimec aus Bischofsheim in der Rhön seine Wandertouren. Am Donnerstag startete der 42-Jährige am Zusammenfluss zu einer 13-Etappentour des Weserberglandweges mit 225 Kilometern, die er aus organisatorischen Gründen in zehn Tagen schaffen möchte.

Von Hann. Münden bis Porta Westfalica

Am ersten Tag hat er sich die Sababurg als Ziel gesetzt, Endziel ist die Stadt Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen), die er am 11. Juni erreichen möchte.

Mit dem Glück meint er allerdings nicht sein eigenes, sondern das von Kindern. Denn er möchte mit seiner Aktion auf die besonderen Belange der lebensverkürzend erkrankten Kinder und deren Familien aufmerksam machen. Schritt für Schritt hofft er auf Spenden für die wertvolle Kinderhospizarbeit in Deutschland. „Mit dem Geld soll den Kindern ein Wunsch erfüllt oder etwas Besonderes ermöglicht werden.“

Bereits im April ist er den Hochrhöner Wanderweg in seiner Heimat und den Rennsteig gegangen. Es folgen nach dem Weserberglandwanderweg der Heidschnuckenweg, die Hermannshöhen, der Harzer-Hexen-Stieg und der Rothaarsteig. Die restlichen zehn Steige folgen in 2022/23.

„Dieses Jahr möchte ich ungefähr 1000 Kilometer und 18 000 Höhenmeter erreichen“

„Dieses Jahr möchte ich ungefähr 1000 Kilometer und 18 000 Höhenmeter erreichen“, sagte Nimec. Mit Urlaub und Überstunden wird es der Sozialversicherungsfachangestellte im Außendienst schaffen. Seine Lebensgefährtin fährt die einzelnen Etappen mit dem Wohnmobil an, so kann er dort übernachten und seine Utensilien transportieren. Die Wanderetappen und Erfahrungen wird er auf seiner Website summiter.de veröffentlichen.

Oft würde er gefragt, warum er sich diese Strapazen der Langstreckenwanderungen antue. „Die Bewegung in der freien Natur bedeutet für mich Leben, Glück, Zufriedenheit und ich kann von meinen langen Tagen im Firmenkundenaußendienst abschalten. Einfach mal alles eine Zeit lang hinter sich lassen“, erklärt Nimec.

Begonnen hatte alles Anfang 2016 mit einer Reise nach Afrika, um den Kilimandscharo, den höchsten Berg dieses Kontinents, zu besteigen. Mit 5895 Metern ist dieser einer der Seven Summits der Erde (Seven Summit bedeutet: jeweils höchster Berg der Kontinente).

Eigentliches Ziel: Die höchsten Gipfel auf allen Kontinenten

Bereits zwei Jahre später folgte der nächste Seven Summit. Es handelte sich um den im Kaukasus/Russland liegenden Elbrus. Anfang des Jahres 2021 sollte eigentlich ein weiterer Summit in Südamerika folgen. Dieses Projekt musste dann aber coronabedingt verschoben werden. So beschloss Nimec in den nächsten zweieinhalb Jahren „Die Besten Wanderwege Deutschlands“ zu begehen und gleichzeitig Gutes zu tun. Aus diesem Gedanken heraus entstand die Spendenaktion „Meine Wanderwege zum Glück“.

Schon im Alter von drei Jahren bestritt Nimec sein erstes Langlaufrennen. Bedingt durch Schule und Beruf, musste er den Wettkampfsport reduzieren und letztendlich aufgeben. Auf der Suche nach neuen sportlichen Möglichkeiten, entdeckte er schließlich seine Leidenschaft zum Bergsport. (Petra Siebert)

Kontakt und Spenden

Jürgen Nimec möchte mit seiner Aktion die Kinderhospizarbeit in Deutschland fördern und hofft, dass viele Menschen Unterstützung leisten. Die Spenden gehen an den Bundesverband Kinderhospiz. Spenden sind unter dem Verwendungszweck: Meine Wanderwege zum Glück an die IBAN: DE03 4625 0049 0000 0290 33 möglich. Weitere Infos gibt es unter bundesverband-kinderhospiz.de und frag-oskar.de. 

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