Vorsicht, tückisches Eis!

DLRG, DRK und Feuerwehr warnen vor zu dünnem Eis

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Trügerische Winterpracht: Auch auf der Fulda unweit der Schleuse zeigen sich bei frostigen Temperaturen Schollen und gefrierende Flussränder.

Hann.Münden/Dransfeld/Staufenberg/Göttingen. Der Winter zeigt sich grimmig. Die ersten Tümpel sind zugefroren, auch auf Fließgewässern zeigt sich Eis, treiben teilweise Schollen.

Der Stadtbrandmeister in Hann.Münden, Dieter Röthig, warnt davor, Eisflächen zu betreten. Auch das Rote Kreuz verweist auf Warnhinweise und bittet darum, die Gefahren gerade Kindern zu erklären. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat Eisregeln verfasst, das betont die Vorsitzende der DLRG Adelebsen/Dransfeld, Maggy Reinecke.

Warnungen

Warnungen in Radio und Zeitung sollten beachtet werden.

Eisdicke

Der See sollte erst betreten werden, wenn das Eis 15 Zentimeter dick ist. Bei einem fließenden Gewässser ist das anders, das Eis muss mindestens 20 Zentimeter dick sein.

Wenn es kalt bleibt und die Eisschicht auf dem Kieessee in Göttingen wächst, könnte die Fläche für Schlittschuhläufer und Spaziergänger freigegeben werden, sagt Amray Habermann von der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH. „Aktuell beträgt die Dicke der Eisschicht neun Zentimeter, aber wir geben den See erst ab zwölf Zentimeter frei.“

Eis verlassen

Wenn das Eis knistert und knackt, sollte es verlassen werden.

gefahr des einbrechens

Wer einzubrechen droht, sollte sich flach auf feste Eisschichten legen und sich vorsichtig auf dem gleichen Weg zurück bewegen.

Eigenschutz wichtig 

Nur wenn eine Rettung vom Land nicht möglich ist, sollte der Retter unter Beachtung des Eigenschutzes auf das Eis gehen. Kinder sollten grundsätzlich nur von Land aus helfen.

Gewicht verteilen 

Das Gewicht des Retters oder der Retter muss möglichst gleichmäßig auf der Eisfläche verteilt werden, damit der Druck und somit die Gefahr des Einbruchs in das Eis verringert wird.

Gegenstände hilfreich 

Es ist extrem gefährlich, direkt zum Eingebrochenen hinzurobben und ihn mit der Hand herauszuziehen.

Der Eingebrochene in Todesangst könnte den Retter ins Eisloch ziehen. Jeder Gegenstand, der als Armverlängerung dienen kann, etwa ein Seile oder Brett, ist hilfreich.

Im Notfall 112 

In Notfällen sollte immer die Nummer der Rettungsdienste, 112, gewählt werden.

Die Informationen zum Thema Eisregeln der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft gibt es auf verschiedenen Sprachen auch hier.

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