Seit vier Wochen im Einsatz

Wald leidet in diesem Jahr: Neue Wege im Mündener Stadtwald

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Verjüngungskur für Waldwege: Peter Ludwig bringt die Forstwege im Stadtwald Münden in Ordnung.

Hann.Münden. Wenn Peter Ludwig im Gange ist, dann wirbelt er derzeit reichlich Staub auf: Der 59-Jährige ist seit nunmehr vier Wochen im Mündener Stadtwald im Einsatz und bringt die Forstwege in Ordnung, derzeit am Blümer Berg oberhalb vom Jagdhaus Heede.

Mit einer großen Fräse trägt er zunächst in mehreren Arbeitsgängen die sogenannten Bankette ab, also den Wegeseitenraum, der im Laufe der Zeit in die Teer- und Schotterwege wächst. „Das Wasser muss vom Weg runter in den Seitenraum, damit der Weg gut abtrocknen kann, denn ständig nasse Wege werden schneller kaputtgefahren, die Ränder brechen dann ab“, sagt Peter Ludwig.

Mit einem Planierschild entfernt er zudem den manchmal zwischen den Fahrspuren auf Schotterwegen bewachsenen Mittelrücken, damit das Wurzelwerk der Pflanzen den Weg nicht zerstört. Das Planierschild kann den Weg zudem auch einebnen, etwa bei Schlaglöchern. Ein im vorderer Bereich des Unimogs angebauter so genannter Plattenverdichter befestigt bei Bedarf loses Wegebaumaterial. „Wir pflegen jedes Jahr einen Teil unserer Wege, um diese dauerhaft in Schuss zu halten“, sagt Stadtwaldförsterin Annika Meier.

In diesem Jahr haben die Wege besonders gelitten: Der Herbst und Winter waren sehr feucht, dann warf Sturm Friederike im Januar rund 90.000 Festmeter Holz im Stadtwald um, die aufgearbeitet, an die Wege gerückt und über die Forstwege abtransportiert werden mussten - die Arbeiten sind immer noch im Gange. Um die Qualität der Wege bei dieser enormen Belastung weiter zu erhalten, habe man die Instandsetzung in diesem Jahr daher deutlich ausgeweitet und pflege der Mal so viele Wege wie in anderen Jahren, so Meier.

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