Warnung vor Spaziergängen im Wald

Altkreis Münden: Wald-Schäden durch Sturm Niklas überschaubar

Windwurf im Stadtwald Hann. Münden.

Altkreis Münden. Kein Vergleich mit den Schäden durch Orkan Kyrill: Das ist die Bilanz der Niedersächsischen Landesforsten für den Bereich den Forstamtes Münden nach Sturm Niklas.

Viel Arbeit hat der Sturm dennoch hinterlassen, berichtet Pressesprecher Ionut Huma von den Landesforsten. 4000 bis 5000 Festmeter Holz warf Niklas im Mündener Bereich um, allerdings nicht großflächig, sondern in Form von Einzelwürfen oder kleinen „Nestern“ überall im Forstamtsbereich.

Diese weit verstreut liegenden Schäden würden nun

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aufgearbeitet, was relativ aufwendig sei. Hochgerechnet entspreche der Schaden durch Sturm Niklas fünf Prozent des Jahreseinschlages. Das Sturmholz fließe in den Holzmarkt mit ein, so Huma, dort führe das nicht zu Störungen.

Besondere Einsätze seien nicht erforderlich, denn das Holz der Windwurf-Bäume sei nicht gefährdet, weil noch Kontakt über den Wurzelteller zum Boden bestehe. Auch Folgeprobleme mit Ungeziefer seien derzeit nicht zu befürchten.

Huma richtet sich aber mit einem Appell an Spaziergänger: Abgesperrte Waldgebiete sollten nicht betreten werden. Äste, die in Kronen hängengeblieben sind, könnten herunterfallen - und die Wucht eines Astes, der aus zehn oder 15 Metern Höhe fällt, solle man nicht unterschätzen. Die befestigten Waldwege seien mittlerweile freigegeben, aber nicht jeder kleine inoffizielle Trampelpfad wurde kontrolliert. Daher rät Huma, auf den Wegen zu bleiben und auch nicht querfeldein zu laufen. Im Mündener Stadtwald fielen 1500 Festmeter Holz dem Sturm zum Opfer, so Pressesprecherin Julia Bytom. Der Schwerpunkt lag dabei laut Stadtförsterin Susanne Gohde auf dem Hühnerfeld.

Im benachbarten Solling mit seinen Forstämtern Dassel und Neuhaus sieht es ähnlich aus. Dort erwischte der Sturm insgesamt über 20.000 Kubikmeter Holz.

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