Trockene Wälder und Böden

Waldbrandgefahr in Region Hann. Münden ist erhöht

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In Escherode brannte der Wald im Juli 2018.

Seit Wochen hat es in der Region um Hann. Münden nicht mehr geregnet. Böden und Wälder sind vielerorts völlig ausgetrocknet, die Waldbrandgefahr ist hoch. Das bestätigt auch Hann. Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig.

„Angesichts dieser Trockenheit macht uns die Lage Sorge“, bestätigt er. Ein Einsatz in Bonaforth (wir berichteten) sei zum Glück glimpflich verlaufen, so Röthig weiter. Es zeige sich seit einigen Jahren, dass Trockenperioden zunähmen. „Darauf müssen wir uns einstellen und deswegen ist hier ein Umdenken nötig“, betont der Stadtbrandmeister. Die Feuerwehr habe sich auf die erhöhte Waldbrandgefahr eingestellt. „Wir haben aufgerüstet“, erklärt Röthig. Auf dem Gelände des Klosterguts Hilwartshausen stünden beispielsweise 20 000 Liter zusätzliches Löschwasser bereit. Das Technische Hilfswerk halte 6000 Liter vor.

Stadtbrandmeister Dieter Röthig

„Insgesamt können wir sehr zeitnah über 40 000 Liter Löschwasser verfügen, unsere eigenen Kapazitäten und die unserer Löschfahrzeuge eingerechnet“, sagt Röthig. Um sich künftig auf Brände im Wald noch besser einstellen zu können, würden weitere Einsatzmittel angeschafft. Dabei handele es sich um Löschrucksäcke, Waldbrandpatschen und sogenannte Waldbrandeinsatzkörbe. „Das sind kleinere Löschmittel, wie sie für den Erstangriff in unwegsamen Gelände gebraucht werden“, erklärt Dieter Röthig. 

Gleichzeitig lobt der Stadtbrandmeister die Umsicht der Menschen in der Region: „Wir stellen fest, dass gerade in Zeiten der Corona-Krise mehr Menschen Erholung im Wald genießen. Bislang verhalten sie sich dabei aber sehr diszipliniert.“ Der angekündigte Regen könne zu einer Entspannung der Lage beitragen, hofft Röthig. 

Seit einiger Zeit ist laut Marko de Klein, Kreisbrandmeister im südniedersächsischen Landkreis Northeim, in Harz und Solling der Feuerwehr-Flugdienst im Einsatz, der die Lage aus der Luft beobachtet und bewertet. Die beiden Flugzeuge, die in Lüneburg und Hildesheim stationiert sind, sind für die Einsatzkräfte am Boden auch im Falle eines Feuers eine Hilfe. 

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