Feuerwehr Münden hat zusätzlichen Wasserwagen

Waldbrandgefahr in Südniedersachsen: Lage ist brisant

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Für den Ernstfall: Stadtbrandmeister Dieter Röthig am 10 000-Liter-Wasserwagen. 

Hann. Münden. Die Waldbrandgefahr ist nach wie vor hoch. Feuerwehr und Polizei warnen, dass es derzeit in freier Natur sehr schnell zu Feuern kommen kann.

Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig sagt: „Wir sind vorbereitet, aber wir brauchen die Unterstützung der Bevölkerung.“ Damit meint er vor allem angemessenes Verhalten bei der extremen Trockenheit. Kein Feuer entfachen auf Wiesen, Feldern und Wäldern, keine Zigaretten achtlos wegwerfen.

„An eine solch angespannte Lage durch Trockenheit kann ich mich nicht erinnern“, sagt Röthig. Seit Dienstag hat die Feuerwehr in der Dreiflüssestadt einen Wasserwagen von der Landwirtschaftsfirma Baumgärtel, der mit 10.000 Litern befüllt ist, zur Verfügung gestellt bekommen, wie Röthig sagt. 

Im Ernstfall werde der Wasserwagen in die Nähe des Feuers gefahren, um dann mit Schläuchen zu löschen. Bis zu 40.000 Liter könne die Firma aus Hilwartshausen für die Feuerwehr bereitstellen, sagt Röthig und ergänzt: „Ein Fahrzeug dieser Größenordnung, das 10.000 Liter Wasser fassen kann, haben wir nicht bei der Mündener Feuerwehr.“

Die Polizei weist auf strafrechtliche Aspekte bei Waldbränden hin. „Wahrscheinlich weiß manch Bürger gar nicht, dass es eine entsprechende Norm im Strafgesetzbuch gibt“, so Pressesprecherin Jasmin Kaatz. Sie verweist auf einen Fall in Duderstadt vor wenigen Tagen: Weil ein 42-Jähriger trotz der aktuellen lang anhaltenden Trockenheit in einer Duderstädter Kleingartenkolonie Bauschutt und Strauchschnitt entzündet haben soll, hat das Polizeikommissariat Duderstadt ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen des „Verdachts des fahrlässigen Herbeiführens einer Brandgefahr“ eingeleitet. 

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