Lippoldshäuser bauten Storchennest auf

Warten auf Meister Adebar

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Aufbau fürs neue Storchennest: Gerd Hujahn, Ulrich Uhlendorf, Hartmut Ring, Christian Bolse (im Hintergrund), Sascha Tulowitzki und Storchenvater Bernd-Jürgen Schulz (vorn) und Helmut Tulowitzki (von links).   

LIPPOLDSHAUSEN. Erst war es nur eine verrückte Idee, jetzt wurde sie aber in Lippoldshausen in die Tat umgesetzt: Nachdem im vergangenen Jahr mehrfach ein Storch über das Ilksbachdorf flog und auch auf Nahrungssuche zwischen Lippoldshausen und Hedemünden gesichtet wurde, entstand die Idee, Meister Adebar ein Zuhause zu bieten.

Schnell erklärte sich der Heimat- und Kulturverein Lippoldshausen unter der Leitung des Vorsitzenden Helmut Tulowitzki bereit, die Organisation zu übernehmen. Doch wo sollte die Storchen-Nisthilfe aufgebaut werden, wo ist der beste Platz im Dorf? Wertvolle Ratschläge gab es vom zu Rate gezogenen „Storchenvater“ Bernd-Jürgen Schulz aus dem Landkreis Northeim, der mittlerweile elf Storchenpaare im Landkreis Northeim betreut. Bei einer gemeinsamen Rundfahrt im Spätsommer 2017 bestätigte Schulz, dass Lippoldshausen mit seinen über 100 Hektar Grünland und zudem mehreren Fließgewässer durchaus ein geeignetes Storchenbiotop sei und eine Ansiedelung zumindest nicht utopisch wäre. Zumal sich der Storch an großen Fließgewässern wie der Werra orientiere und mit Sandershausen, Gieboldehausen und Northeim durchaus einige Storchenvorkommen in der Nähe seien. Ein Platz fürs Storchennest war auch schnell gefunden: Westlich des ehemaligen Wasserhochbehälters „Auf dem Kampe“, den der Heimat- und Kulturverein in den vergangenen Jahren als Aussichtspunkt hergerichtet hat, hätte Meister Adebar nicht nur ideale Möglichkeiten zum Starten und Landen, er hat auch noch eine tolle Aussicht aufs Dorf und die Umgebung. Die Eigentümerin stellte das Grundstück bereit, in vielen ehrenamtlichen Stunden wurde der Platz hergerichtet und das Metallgestell gebaut.

Storchenvater Bernd-Jürgen Schulz, der kürzlich beim „Richtfest“ dabei war, spendierte den Nestunterbau aus Weidenruten. Jetzt kann Meister Adebar kommen – wenn er nicht schon in der Gegend ist, denn aufgrund des bislang milden Winters sind viele Störche gar nicht oder nur teilweise in den Süden gezogen. Vermutlich müssen sich die Lippoldshäuser aber auch auf eine längere Wartezeit einstellen: Im Landkreis Northeim wurde das erste Storchennest 1986 bei Salzderhelden aufgestellt, erst 2002 erfolgte dann die erste Brut.

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