Verwaltungsausschuss

Hann. Münden ist Modellkommune: Wegener will Rat in Konzept-Erarbeitung einbinden

Ein roter Rand um die Innenstadt von Hann. Münden zeigt das Modellgebiet
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Die Innenstadt Hann. Münden gehört zum Modellprojekt.

Nach der überraschenden Wahl der Stadt Hann. Münden als eine von 14 Modellkommunen in Niedersachsen für vorsichtige Öffnungsstrategien in der Coronapandemie soll das weitere Vorgehen im Verwaltungsausschuss besprochen werden.

Er sei selbst überrascht gewesen über die Entscheidung des niedersächsischen Sozialministeriums, Hann. Münden als Modellkommune auszuwählen, erklärte Mündens Bürgermeister Harald Wegener in der Sitzung des Ortsrates Hedemünden. Er betonte nochmals, dass keine Zeit gewesen sei, vor dem Abschicken der Bewerbung die Ratsfraktionen zu konsultieren. „Die Alternative nichts zu tun, kann es aber doch auch nicht sein“, so Wegener. Sein Ziel sei daher nun bei den Entscheidungen über eine konkrete Umsetzung den Rat einzubinden. „Es ging zunächst um die Bewerbung, darum, es überhaupt zu ermöglichen, dabei zu sein.“ Das letztlich eine politische Entscheidung hermüsse, sei völlig klar.

Deswegen solle das Thema auch am kommenden Mittwoch im Verwaltungsausschuss auf der Agenda stehen. Zudem bedankte sich Wegener beim Gesundheitsamt und beim Landkreis für deren Unterstützung bei der Bewerbung. In der Bewerbung der Dreiflüssestadt, die unserer Zeitung vorliegt, ist indes auch das Projektgebiet näher skizziert: Es umfasse einen klar abgegrenzten Innenstadt-Bereich zwischen Bahnlinie und den drei Flüssen.

Die Zugänge könnten vorrangig durch die Überquerung von Brücken erfolgen, was eine sehr gute Einhaltung der Hygienevorschriften und deren Kontrolle ermögliche, heißt es im Konzept. Der Verkehrsaußendienst der Stadt Hann. Münden, bestehend aus zwei Mitarbeitern, könne bedarfsgerecht auf bis zu fünf Mitarbeiter erhöht werden, um Stichproben und die Einhaltung der AHA- und Hygieneregeln zu gewährleisten.

Niedersächsisches Sozialministerium zur Auswahl der Modellkommunen

Zur Auswahl der Modellkommunen teilte das Sozialministerium mit: „Mit der Auswahl von 13 Modellkommunen in Niedersachsen haben wir einen wichtigen Schritt getan, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, wie die Öffnung einzelner Bereiche mit einer konsequenten Teststrategie und unter Einhaltung strenger Auflage möglich ist. 65 Kommunen haben sich beworben. Einzelheiten zu den Bewerbungen werden wir nicht aufzeigen. Alle Kommunen haben sich viele Gedanken für gute Konzepte gemacht.

Beabsichtigt ist weiterhin, insgesamt 25 Modellprojekte gleichmäßig verteilt auf die vier Ämter für regionale Landesentwicklung zuzulassen. Zwölf Modellprojekte sollen daher in einer zweiten Runde zugelassen werden. Die Kommunen, die bereits ihre Modellprojekte eingereicht haben, können bis zum 13. April 2021 (18 Uhr) ihre Bewerbung aufrechterhalten, ergänzen beziehungsweise vervollständigen. Über die Aufnahme in die zweite Runde wird bis 17. April entschieden. Zum 19. April tritt darüber hinaus die nächste Corona-Verordnung in Kraft. Die Modellprojekte bleiben ein Bestandteil.“

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