Grotefend-Gymnasium Münden

Weihnachtsaktion des Gymnasiums in Hann. Münden: 250 Kilo Lebensmittel für die Tafel

Spendenübergabe vom Grotefend Gymnasium an die Tafel. Hann. Münden: Werner Dau-Schmidt und Karl Eilebrecht (von links, beide von der Mündener Tafel) nahmen die Gaben von den Schülern Christian Bornhoff (ebenfalls von links), Leni Sparbier, Lukas Freimark, Jasmin Neumann und Lehrerin Renate Huffmann in Empfang.
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Spendenübergabe vom Grotefend Gymnasium an die Tafel. Hann. Münden: Werner Dau-Schmidt und Karl Eilebrecht (von links, beide von der Mündener Tafel) nahmen die Gaben von den Schülern Christian Bornhoff (ebenfalls von links), Leni Sparbier, Lukas Freimark, Jasmin Neumann und Lehrerin Renate Huffmann in Empfang.

Schüler und Eltern des Grotefend-Gymnasiums in Hann. Münden spenden zur Weihnachtszeit für die Tafel. Fünf Zentner Lebensmittel sind so zusammengekommen. Die Tafel kämpft derweil mit der Corona-Pandemie.

Hann. Münden – Mit vereinten Kräften werden die vollgepackten Kisten aus einem Rollwagen in den Transporter der Mündener Tafel gewuchtet. Werner Dau-Schmidt und Karl Eilebrecht von der Tafel sind an den Treppenaufgang des Grotefend-Gymnasiums gekommen, um die Gaben in Empfang zu nehmen.

Organisiert wurde die Spendenaktion, die jedes Jahr zu Weihnachten an der Schule stattfindet, von der Schülervertretung. „Es sind etwa fünf Zentner an Lebensmittelspenden zusammengekommen“, sagt Renate Huffmann, Lehrerin und Ansprechpartnerin der Schülervertretung (SV). Das sind etwa 250 Kilo an Nahrungsmitteln. „Wir haben alle Klassen dazu aufgerufen, sich zu beteiligen, eine Pflicht war es natürlich nicht“, sagt Schüler Lukas Freimark von der SV. Um alle Lebensmittelkategorien abzudecken, wurden für die acht Jahrgangsstufen die Sachspenden in Warengruppen aufgeteilt. Es sind unverderbliche Waren, die gesammelt wurden.

250 Kilo Lebensmittel für Bedürftige in Hann. Münden gesammelt

In den schweren Kisten lagern Kaffee, Konserven „aller Art“, Süßigkeiten, Cerealien, Gewürze, Tee, Milch und zahlreiche andere Produkte. Die Schülerinnen und Schüler, die sich beteiligten, hatten etwa einen Monat Zeit, die Lebensmittel zu besorgen. „Wir möchten ganz herzlich den Eltern danken, die die Waren gekauft haben“, sagt Huffmann und die beiden Helfer der Tafel stimmen ihr zu. An die Eltern sollen demnächst Dankesschreiben herausgegeben werden.

Organisiert wurde die Weihnachtsaktion von den Schülerinnen und Schülern der SV. Und nicht nur das Einsammeln der Spenden war ihre Aufgabe, das ganze musste auch sortiert, verpackt und an einem eisigen Vormittag von Lukas Freimark, Christian Bornhoff, Leni Sparbier und Jasmin Neumann verladen werden. Huffmann lobt das Engagement der Schülervertretung des Gymnasiums und ihren Einsatz für Menschen in Not.

Tafel Hann. Münden: mehr Andrang wegen Corona

Wegen der hohen Inzidenzzahlen hat die Tafel ihre Ausgabe am Geschwister-Scholl-Haus seit dem 6. Dezember geschlossen, berichtet Barbara Jankowski von der Tafel. „Wir hoffen, so schnell wie möglich wieder öffnen zu können, möchten aber noch die Entwicklung bezüglich der Inzidenzwerte nach Weihnachten abwarten.“ Seit dem Ausbruch der Pandemie im Jahr 2020 werde eine erhöhte Nachfrage beobachtet. „Mittlerweile stehen in der Warteschlange der Ausgabestelle auch Menschen, die noch nie bedürftig waren und es erst durch die Pandemie mit deren Folgen wie Kurzarbeit, Jobverlust, Aufgabe der Selbstständigkeit geworden sind“, so Jankowski. Die Schließung sei aus diesem Grund sehr schwergefallen. Aus Teilen der Bevölkerung bekämen die Ehrenamtlichen aufgrund der Schließung Unverständnis zu spüren. Die Tafeln seien jedoch kein Teil der Grundversorgung. „Sorge dafür zu tragen, dass Menschen das, was man zum Leben braucht, bekommen, ist Aufgabe des Sozialstaates“, sagt Jankowski. (Jens Döll)

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