Weihnachtsgeschäft: Heiße Phase im Paketzentrum Lutterberg läuft

Tag und Nacht rollen die Lkw: Am Tag bringen rund 160 schwere Lkw mit Hänger Pakete zum Sortieren nach Lutterberg, nachts sind es weitere 60 bis 70. Foto: Maaß

Im DHL-Paketzentrum Staufenberg bei Lutterberg läuft mit dem Weihnachtsgeschäft nun die heißeste Phase des Jahres. Etwa 450.000 Pakete laufen derzeit täglich über die Bänder.

Im Sekundentakt huschen die Pakete auf den Förderbändern vorbei, kleine Röllchen schicken sie nach links oder rechts, je nachdem für welchen Teil der Republik die Pakete bestimmt sind. Alles läuft vollautomatisch, computergesteuert. Im DHL-Paketzentrum im Staufenberger Gewerbegebiet bei Lutterberg ist die Weihnachtszeit die heißeste Phase des Jahres.

„Rund 450.000 Sendungen werden jetzt pro Tag sortiert“, sagt Ingo Knatz (47), seit 2009 Leiter des Paketzentrums. Und er rechnet noch mit einem Anstieg auf 550.000. So viele waren es noch nie. Der Hauptgrund seien die steigenden Online-Bestellungen.

In diesem Jahr hat die Posttochter DHL ihre Kapazitäten am Standort noch erweitert. Eine weitere Anlage mit vier Förderbändern wurde aufgebaut, an der Pakete auf die Reise durch die über 20.000 Quadratmeter große Halle geschickt werden.

Rund drei Kilometer lang sind die Bänder der Sortieranlage, die sich in vielen Strängen durch die Halle ziehen. Pro Stunde können nun 4000 Pakete mehr abgefertigt werden, jetzt sind es 32 000 pro Stunde. Mit dieser Kapazität gehört Lutterberg zu den leistungsstärksten der 34 DHL-Paketzentren in Deutschland. Es ist zuständig für Südniedersachsen, Nordhessen und Teile Osthessens. Im Süden reicht der Bereich bis kurz vor Fulda.

Die Bänder im Blick: Ingo Knatz (47) leitet das DHL-Paketzentrum in Lutterberg. Rund drei Kilometer lang ist das System aus Förderbändern, mit dem die Pakete sortiert und verteilt werden. Fotos: Maaß

Ruhig wird es auf dem Gelände nie. Weder vor der Halle, wo Lkw sowohl tagsüber als auch nachts Sendungen aus ganz Deutschland für die Region anliefern und Pakete wieder mitnehmen, die in Lutterberg sortiert wieder auf die Reise zu ihren Bestimmungsorten geschickt werden. Zählt man alle Lastwagen zusammen, die rein und rausfahren, kommen über 400 Lkw-Bewegungen zusammen.

In der Halle wird rund um die Uhr im Schichtsystem gearbeitet. Knatz hat für die Weihnachtszeit seine Belegschaft von 330 festen Mitarbeitern um 50 Saisonkräfte aufgestockt.

Neben Technikern, die die Anlage steuern, werden vor allem Arbeiter benötigt, die die Lkw be- und entladen und die Pakete auf die Bänder der Sortieranlage legen. Von da an läuft fast alles wie von Geisterhand, bis die sortierten Pakete wieder verladen werden müssen. Es sei denn, die Scanner der Anlage können die Anschrift einer Sendung nicht lesen. Zwar gibt es auch auf für Handgeschriebenes mittlerweile eine Software, aber manchmal müssen dann doch wieder Menschen ran, um eine „Krakelei“ entziffern zu können.

Heiße Phase im Paketzentrum Lutterberg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.