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Welche Schule soll schließen? Ausschuss spricht sich gegen Aufgabe Hemelns aus

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Von: Thomas Schlenz, Petra Siebert

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Vor dem Welfenschloss in Hann. Münden hatten sich die Demonstranten mit Plakaten versammelt.
Vor dem Welfenschloss in Hann. Münden hatten sich die Demonstranten mit Plakaten versammelt. © Petra Siebert

Große Aufruhr vor dem Welfenschloss: Die Frage, welche Schule in Zukunft schließen soll, wurde im Welfenschloss diskutiert. Der Ausschuss beschloss einen Änderungsvertrag.

Hann. Münden – In der jüngsten Sitzung des Gesellschaftsausschusses stand auch die Zukunft der Mündener Grundschulen auf dem Plan. Mehrheitlich beschloss der Ausschuss einen Änderungsantrag der SPD.

Dem zufolge soll der Rat die Verwaltung beauftragen, zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Folgen eine der mittelgroßen Grundschulen wie beispielsweise Hermannshagen, Hedemünden, Gimte oder Neumünden geschlossen werden könne.

Das Ergebnis dieser Prüfung soll dann dem Rat im Herbst 2022 vorgestellt werden. Damit ist eine mögliche Schließung der Grundschule Hemeln in dieser Vorlage zunächst vom Tisch.

Etwas über 100 Demonstranten kamen vor dem Welfenschloss zusammen

In der Originalvorlage der Stadtverwaltung war von der Verwaltung noch eine eventuelle Zusammenlegung der Schuleinzugsbezirke Hemeln und Gimte unter Aufgabe des Standortes Hemeln zum Schuljahr 2023/2024 vorgeschlagen worden.

Schülerinnen zeigen gemalte Plakate
„Denkt endlich an die Kleinen“ forderten diese Schülerinnen beim Protest gegen Schließungspläne der Grundschule Hemeln. © Petra Siebert

Außerdem hatte die Verwaltung vorgeschlagen, die Schließung einer mittelgroßen Grundschule – als Beispiele wurden hier Hermannshagen oder Neumünden angeführt – ins Auge zu fassen. Bereits 2010 sei die Schließung der Grundschule Hemeln vorgeschlagen worden. Bereits damals sei man von 25 000 Euro Einsparpotenzial jährlich ausgegangen, heißt es weiter in der ursprünglichen Vorlage der Verwaltung.

Im Vorfeld der Ausschusssitzung am Mittwoch hatten sich laut eines Teilnehmers etwas über hundert Demonstranten vor dem Welfenschloss zu einer Demonstration gegen eine Schließung der kleinen Grundschule in Hemeln versammelt. Mit lauten Trillerpfeifen und Plakaten hätten sie ihre Position gegenüber den teilnehmenden Ratsmitgliedern verdeutlicht.

Einige Hemelner hätten zudem als Zuschauer an der Sitzung teilgenommen ebenso wie Vertreter der Initiativgruppe zum Erhalt der Grundschule Hemeln Pro Hemeln 2.0.

„Das lehnen wir ab“

Auch die Schulleitung und Lehrer aus Hermannshagen sowie die Schulleitung aus Neumünden und Lehrer der Grundschule Hemeln seien vor Ort gewesen. Markus Herrentrup (CDU) habe sich für eine gleichberechtigte Prüfung aller Schulen ausgesprochen und den Änderungsantrag abgelehnt.

Kinder halten gemalte Plakate in der Hand.
„Denkt endlich an die Kleinen“ forderten diese Schülerinnen beim Protest gegen Schließungspläne der Grundschule Hemeln. © Petra Siebert

Dr. Birgit Nolte-Schuster (Müna) habe sich der Position angeschlossen, die Grundschule Hemeln nicht zu schließen, dem Änderungsantrag der SPD zugestimmt, gleichzeitig aber betont, alle Schulen erhalten zu wollen.

Der Stadtelternrat Hann. Münden hatte sich im Vorfeld ebenfalls gegen eine Schließung der Grundschule Hemeln positioniert. „Durch eine Schließung der Schule würden wir vielleicht 12 000 bis 15 000 Euro im Jahr sparen. Das lehnen wir ab“, sagt Stadtelternratsvorsitzender Holger Sparbier (SPD) gegenüber unserer Zeitung.

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