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Welfenschloss Hann. Münden: Land fördert Kulturprojekt mit 170 000 Euro

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Der Lepantosaal gehört zu den wenigen historischen Räumen im Welfenschloss mit Resten der ursprünglichen Bemalung. Sie zeigt die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571. Jetzt ist im Gespräch, bewilligte Fördermitteln für das Schloss für notwendige Arbeiten in diesem Raum zu nutzen. ARCHI
Der Lepantosaal gehört zu den wenigen historischen Räumen im Welfenschloss mit Resten der ursprünglichen Bemalung. Sie zeigt die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571. Jetzt ist im Gespräch, bewilligte Fördermitteln für das Schloss für notwendige Arbeiten in diesem Raum zu nutzen. (Archivbild) © PRIVAT

Die Stadt Hann. Münden hat für ihr Projekt „Kulturschloss Hann. Münden“ vom Land Niedersachsen die Zusage über rund 170 000 Euro erhalten. Doch es fehlen noch Zustimmungen.

Hann. Münden – Mit dem 170.000 Euro Fördergeld sollte ursprünglich eine Machbarkeitsstudie für die Neugestaltung des Gebäudes gefördert werden. Sozusagen als Grundlage für eine spätere Realisierung.

Das Geld stammt aus dem Programm „Perspektive Innenstadt“, bei dem es darum geht, den Auswirkungen der Pandemie auf die Innenstädte zu begegnen und sie wieder zu beleben. Mit dem Geld sollen Projekte gefördert werden, die bis zum März 2023 abgeschlossen sein sollen.

Zusage für Förderung für Welfenschloss kam Ende November

Die Zusage für das Welfenschloss kam Ende November, und nun stellt sich aber die Frage, ob der Zeitplan noch eingehalten werden kann. Die Stadt hatte den Antrag auf Förderung nach einem entsprechenden Ratsbeschluss im Dezember am 20. Januar dieses Jahres gestellt.

Das geht aus dem Protokoll der Sitzung des Gesellschaftsausschusses des Mündener Rates vom 5. Oktober hervor. Bis zur Sitzung des Gesellschaftsausschusses lag noch kein Förderbescheid vor, war aber, laut Protokoll für Ende Oktober in Aussicht gestellt.

Im Protokoll der Oktobersitzung wird der Fachdienstleiter Kultur der Stadt, Stefan Schäfer, aber bereits mit folgenden Worten zitiert: „Schon jetzt steht fest, dass eine umfassende Projektstudie in der dann verbleibenden Zeit von Oktober bis Ende März mit Auftragsvergabe, Durchführung und Abrechnung in weniger als einem halben Jahr nicht zu leisten sein wird.

Überarbeitung des Rittersaales, des Lepantosaales oder der Bücherei

Auch würde eine deutlich abgespeckte Projektstudie dem Interesse des Ideenkatalogs ,Kulturschloss‘ nicht gerecht.“ Umgekehrt habe die Stadt auch keine in Aussicht gestellten Fördermittel zu verschenken. Aus diesem Grund werde parallel seitens der Verwaltung an einem Konzept gearbeitet, „die Mittel in bauliche Maßnahmen im Schloss zu investieren. Zur Auswahl stehen die Überarbeitung des Rittersaales, des Lepantosaales und der Bücherei“, heißt es weiter im Protokoll der Sitzung.

In die engere Wahl sei der Lepantosaal gekommen mit seiner „stark heruntergekommenen Anmutung“. Bei dem Saal handelt es sich um einen historischen Raum, in dem noch Reste der ursprünglich Ausmalungen des Schlosses erhalten sind.

Zustimmung für Veränderung am Welfenschloss von Mehreren nötig

Aber auch das Kulturschlossprojekt soll weiter verfolgt werden. „An der Idee des Kulturschlosses sollte unabhängig von der jetzt notwendigen Planänderung festgehalten werden. Was im Sommer 2021 als ambitioniert und gut empfunden wurde, kann im Herbst 2022 nicht verkehrt sein, auch wenn politische Schwerpunkte sich verändert haben“, wird Schäfer weiter im Sitzungsprotokoll zitiert.

Am Montag (12. Dezember 2022) fand nach Angaben der Stadt „ein wegweisendes Gespräch zwischen dem Fachdienst Kultur und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege“ statt. „Bevor im Welfenschloss auch nur das Geringste verändert werden kann, muss die Stadt als Mieterin beim Eigentümer und Vermieter, dem Land Niedersachsen, eine Zustimmung einholen“, teilte die Stadt weiter mit.

Zu dem Ergebnis des Gespräches machte die Stadt gestern noch keine Angaben. Es stehe noch eine Rückmeldung aus, sagte Stadtsprecher Mathias Simon auf Anfrage unserer Zeitung. (Ekkehard Maaß)

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