Welthits mal anders mit den Söhnen des Nordens

Musik war ihnen schon in die Wiege gelegt: Die Vollblutmusiker Oliver Jüchems, Helmut Bengen, Holger Billker und Jens Meints (von links) sind die „Söhne des Nordens“. Foto: Siebert

Hann. Münden. Hohe Musikalität gepaart mit Humor gab es beim Konzert in Hann. Münden.

Mit dem knappen Satz „ich darf doch Du zu Sie sagen“ wurde das Publikum im Café Aegidius von Helmut Bengen (Gesang und Gitarre), aus der Musikgruppe „Söhne des Nordens“, am Donnerstagabend begrüßt. Es war das dritte Mal, dass die Jungs aus dem Norden von Christiane Langlotz, Inhaberin des Aegidius-Cafes, willkommen geheißen wurden.

Auch diesmal waren sie auf Einladung des Landtagsabgeordneten Ronald Schminke gekommen, der die Veranstaltung wie jedes Jahr gesponsert hatte. Bevor die vier Musiker loslegten, flaxten sie ein wenig untereinander. „Helmut hat ein neues Hemd, wenn das modern wird, hat er es schon“, meinte Oliver Jüchems (Gesang und Gitarre). Und spielte damit auf das Hemd mit bunten Blumen an. Doch Helmut Bengen ließ diese Bemerkung vollkommen kalt.

Mit Welthits bekannter Musiker wie beispielsweise Eric Clapton, Cat Stevens und Paul McCartney trafen die ostfriesischen Musiker voll ins Schwarze. Aber auch Plattdeutsches und Weihnachtslieder hatten sie im Repertoire. Durch und durch ging’s, als sie das „Hallelujah“ des kanadischen Songwriters Leonard Cohen mit Leidenschaft präsentierten.

Die vier Männer versprühten nicht nur gute Musik sondern auch eine gute Portion Charme.

Die hohe Musikalität kam bei dem eingespielten und erfahrenen Team bei den unvergleichlichen Interpretationen und Arrangements so richtig zum Ausdruck. Viele Songs wurden von Oliver Jüchems für die Besetzung umarrangiert oder modernisiert Es waren auch viele Eigenkompositionen dabei die vermuten ließen, dass die Vier Musik im Blut haben müssen.

Sie spielten ihre Instrumente mit einer bewundernswerten Leichtigkeit, improvisierten zwischendurch und das alles ohne große Technik und Zusatzeinspielungen.

Schlagzeuger und Percussionist Jens Meints und Oliver Jüchems wagten immer wieder Kapriolen auf den Instrumenten. So bediente Jüchems die Gitarre hinter seinem Kopf.

Zwischendurch kam immer mal wieder ostfriesischer Humor hoch und mit lockeren Sprüchen untereinander sorgten sie für jede Menge Spaß. Holger Billker (Gesang und Akkordeon) konnte sich mit dem Platz neben dem Bollerofen nicht so richtig anfreunden, es wurde ihm sehr warm. Was jedoch seine Kollegen nicht davon abhielt darum zu bitten, mehr Holz aufzulegen.

Das Konzert endete mit Standing Ovations, donnerndem Applaus und mehreren Zugaben sowie dem Versprechen, nächstes Jahr wiederzukommen. (zpy)

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