Mehr Mädchen

Weniger Geburten in Region Hann. Münden im Jahr 2020 - Kein eindeutiger Trend bei den Namen

In Gemünden stieg die Einwohnerzahl auch durch Zunahme der Geburten.
+
Neugeborene Babys schlafend in einem Krankenhaus: In der Region Hann. Münden wurden 2020 weniger Kinder gemeldet. (Symbolbild)

Im Corona-Jahr 2020 wurden im Altkreis Hann. Münden weniger Neugeborene als noch 2019 gemeldet. Es wurden mehr Mädchen als Jungen zur Welt gebracht. Auch die beliebtesten Namen verrieten die Standesämter des Altkreises.

Altkreis Münden – Die Zahl der Neugeburten im Altkreis Münden ist 2020 gesunken. An der Spitze stehen die Mädchen mit 155 Geburten, gefolgt von den Jungen mit 137 Geburten. Die größte Anzahl an Nachwuchs gab es in Hann. Münden. 2020 waren es insgesamt 292 Geburten im Altkreis, 2019 waren es noch 309.

Geburten erfolgen oft in Kassel oder Göttingen

Die Dreiflüssestadt begrüßt im Jahr 2020 insgesamt 166 sogenannte Neubürger, 82 männliche und 84 weibliche. In der Stadt selbst wurden lediglich vier Kinder geboren. „Im Standesamt werden nur die Hausgeburten erfasst, weil aufgrund der fehlenden Geburtsstation im Klinikum Hann. Münden die Krankenhausgeburten nicht mehr in Hann. Münden erfolgen und somit auch nicht hier beurkundet werden“, teilt Stadtsprecherin Julia Bytom mit. Die Erfassung übernimmt der Fachdienst Melde- und Ausweisservice (EMA). In der Namensvergabe gebe es eine „schöne Verteilung“, ein Favorit sei nicht auszumachen, heißt es weiter. 2019 kamen 177 junge Mündener hinzu. Zusammengenommen zählt Münden mit Stichtag 31. Dezember 2020 24 310 Einwohner.

In allen Gemeinden des Altkreises Münden: mehr Mädchen als Jungen

Die Bürger der Gemeinde Staufenberg haben im vergangenen Jahr 51 Kinder zur Welt gebracht. Dabei gab es einen kleinen Überschuss an weiblichen Neugeborenen: 28 Mädchen und 23 Jungen wurden dort im Laufe des Jahres geboren. Im Vorjahr waren es 75 Geburten mit ziemlich ausgeglichenen Geschlechterzahlen: 37 Mädchen und 38 Jungen wurden 2019 in der Gemeinde geboren. Das Licht der Welt erblickten laut Frank Hartmann vom Standesamt Staufenberg die meisten Kinder in den Krankenhäusern in Kassel und Göttingen. „Nur der kleine Linus kam direkt in Staufenberg bei einer Hausgeburt zur Welt“, so Hartmann.

Dransfeld: Keine Auskunft über Hausgeburten

In der Samtgemeinde Dransfeld wurden 2020 mehr Kinder gemeldet, als noch im Jahr 2019. Die Zahl stieg laut Michaela Arand vom Einwohnermeldewesen der Samtgemeinde von 68 auf 75. Aufgeschlüsselt nach Geschlecht wurden 43 Mädchen und 32 Jungen gemeldet. 2019 waren es 30 Mädchen und 38 Jungen. Über Hausgeburten konnte keine Auskunft erteilt werden. Wie in den anderen Kommunen im Altkreis Münden wurden Kinder auch in den umliegenden Geburtsstationen der Kliniken zur Welt gebracht, zum Beispiel in Göttingen. In keiner der drei Kommunen wurde ein Neugeborenes als „divers“ gemeldet.

Was war der beliebteste Name im Altkreis Münden 2020?

Wie lauten die beliebtesten Vornamen im Jahr 2020? Gibt es einen Trend im Altkreis? Und welche Namen machten landes- und bundesweit das Rennen?

Im vergangenen Jahr wurden im Altkreis Münden 292 Geburten gemeldet. Bei der Namensgebung gibt es in Münden eine relativ gleichmäßige Verteilung und es zeichnet sich hier weder ein deutlicher Trend ab, noch gibt es einen alljährlichen Spitzenreiter. Leni liegt bei den Mädchen knapp vorne – dicht gefolgt von Amelia, Elina, Emma, Leonie und Linda. Bei den Jungen liegen Finn und Elias auf Platz Eins, Liam, Louis, Marlo und Max kommen danach.

Dransfeld: Mila und Matto waren beliebt

In der Samtgemeinde Dransfeld sieht es ähnlich aus: Auch hier ist die Verteilung relativ ausgeglichen. Bei den Mädchennamen setzen sich Mila und Lea mit einem kleinen Vorsprung an die Spitze, gefolgt von Mia und Ella. Die Jungennamen sind noch bunter gemischt: Matteo und Louis teilen sich Platz Eins, gleich danach kommen Theo, Mathi, Emil, Felix und Hannes.

In der Gemeinde Staufenberg erfreute sich bei den Mädchen der Name Sophie der größten Beliebtheit. Bei den Jungs waren es Paul und Max. Für die folgenden Plätze lässt sich kein Trend verzeichnen. Da es keine offizielle landes- und bundesweite Statistik gibt, ermittelt Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld regelmäßig die beliebtesten Babynamen. Dafür erfasste er für 2020 etwa 180 000 Geburtsmeldungen aus Deutschland – das sind etwa 23 Prozent aller im Land geborenen Kinder.

Statistik von Hobby-Namensforscher

Niedersachsenweit macht Emma das Rennen, Mia belegt den zweiten Platz und Hannah liegt auf Platz Drei bei den Mädchennamen. Der beliebteste Jungenname in Niedersachsen ist Finn, auf Platz Zwei steht Paul und Matteo belegt den dritten Platz. Im bundesweiten Vergleich kommen in Niedersachsen die Namen Enno, Hanno, Jonte, Enna, Jonna und Tilda häufiger vor als in anderen Bundesländern – ins Ranking haben es diese Namen jedoch (noch) nicht geschafft.

Bundesweit: Mia und Noah sehr beliebt

Laut der deutschlandweiten Statistik von Knud Bielefeld liegt Mia bei den Mädchen auf Platz Eins, dicht gefolgt von Emilia und Hannah. Bei den Jungen macht Noah das Rennen, Ben und Matteo belegen Platz Zwei und Drei. Mia war auch in den Jahren zuvor Spitzenreiterin. Noah hingegen ist zum ersten Mal der Sieger bei den Jungennamen und hat Ben nach neun Jahren von der Spitze vertrieben.

2020: Nicht so eindeutig wie in den Jahren zuvor

Im Vergleich zu den Vorjahren sei die Platzierung diesmal nicht eindeutig gewesen – sonst habe sich bereits im Frühjahr ein Trend abgezeichnet. 2020 habe es laut Bielefeld bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegeben. (Lea-Sophie Mollus/Jens Döll mit dpa)

Wie sah es mit den beliebtesten Namen im nahegelegenen Kassel aus? Dazu gab das Standesamt Auskunft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.