Unfallbilanz 2016  im Landkreis   

Weniger Senioren im Verkehr schwer verletzt

Landkreis Göttingen. Die Zahl der Senioren, die 2016 bei Verkehrsunfällen starben oder schwer verletzt wurden, ist in Südniedersachsen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Das geht aus den Verkehrsunfallstatistiken der Polizeidirektion und Polizeiinspektion Göttingen hervor.

Im Landkreis Göttingen starb im Jahr 2016 kein Senior bei Verkehrsunfällen. 2015 kamen noch fünf Menschen über 65 Jahren auf den Straßen des Landkreises ums Leben. Auch die Zahl der schwer verletzten Senioren ist um ein Drittel auf 24 zurückgegangen.

In Südniedersachsen, also den Landkreisen von Göttingen bis Nienburg, ist die Zahl der getöteten und schwer verletzten Menschen über 65 um 29 Prozent zurückgegangen. Dieser Rückgang folgt dem allgemeinen Trend im Landkreis und der Region, dass 2016 weniger Menschen im Vergleich zum Vorjahr auf den Straßen starben oder schwer verletzt wurden.

Laut Jörg Arnecke, Polizeihauptkommissar und Verkehrssicherheitsberater in Göttingen, ist jeder fünfte Teilnehmer im Straßenverkehr über 65. „Alter ist im Straßenverkehr jedoch kein ausschlaggebender Punkt – es kommt darauf an, wie fit jemand ist“, sagt Arnecke.

Unfälle mit Senioren sind dabei jedoch verhältnismäßig heftig. Das wird einerseits dadurch deutlich, dass in der Region Südniedersachsen fast jeder dritte Verkehrstote 2016 älter als 65 war. So starben 20 Senioren bei Unfällen im Straßenverkehr. Geringer sind da die Anteile von Senioren an Verletzten: In Südniedersachsen sind das 15 Prozent der Schwer- und zehn Prozent der Leichtverletzten, im Landkreis Göttingen zwölf und acht Prozent.

Andererseits spricht dafür, dass, wenn ein Unfall passiert, dann werden Senioren häufiger als Fahranfänger schwer verletzt.

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