Unfallzahlen

Weniger Unfälle, aber mehr Schwerverletzte im Altkreis Münden

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Polizeistatistik: Weniger Unfälle im Altkreis Münden.

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Raum Hann. Münden, Dransfeld und Staufenberg im vergangenen Jahr gesunken. Die Statistik hat nur einen Haken. 

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Raum Hann. Münden, Dransfeld und Staufenberg im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent gesunken. Sie ging von 1044 im Jahr 2017 auf 939 zurück, 2016 waren es 937.

Gestiegen ist dagegen die Zahl der Schwerverletzten. Sie verdoppelte sich gegenüber 2017 auf 28. Eine Erklärung dafür gebe es nicht, sagte Mathias Klausch, Leiter Einsatz- und Streifendienst beim Polizeikommissariat Hann. Münden, der zusammen mit Dirk Schneider, Leiter des Kommissariates, die Verkehrsstatistik des Jahres 2018 für den Altkreis Münden vorstellte. 

Erfreulich sei dagegen, dass niemand tödlich verletzt worden sei. Das hatte es zuletzt im Jahr 2010 gegeben.

Zurück ging zudem die Zahl der leicht verletzten Menschen. Sie sank von 144 auf 110, was einem Rückgang von über 20 Prozent entspreche. Unter ihnen waren acht Kinder, deutlich mehr als im Jahr 2017, als drei Kinder leichte Verletzungen erlitten.

Als Erfolgmodell wertete die Mündener Polizei ihre Plakataktion „Rummss!!! Bleiben Sie fair – wählen Sie 110“ auf Parkplätzen, mit der sie im vergangenen Jahr Unfallfluchten nach Parkplatzremplern den Kampf angesagt hatten. Die Zahl der Delikte dieser Art ging auf Großparkplätzen von 102 auf 55 zurück. Die Zahl der Unfallfluchten insgesamt sank von 267 auf 211. 

Damit gab es im Raum Hann. Münden eine ganz andere Entwicklung als im Landkreis Göttingen insgesamt, wo die Zahl der Unfallfluchten um 20 Prozent anstieg. Es gab 2102 Fälle. Die Aufklärungsquote der Mündener Polizei bei Unfallfluchten stieg auf über 42 Prozent.

Keinen großen Erfolg hatte die Polizei bisher bei ihren Aktionen gegen Wildunfälle. So stellte sie unter anderem auf der Landesstraße zwischen Gimte und Hemeln Warnschilder auf. Das hohe Niveau der Wildunfälle habe sich aber nicht wesentlich verändert. 2018 waren es 208, 2017 gab es 216 Unfälle mit Wild. 

Hauptunfallursachen rund um Hann. Münden

Nach Angaben der Mündener Polizei gehört zu den Hauptunfallursachen neben Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fehlern beim Wenden, Rückwärts-, Ein- und Ausfahren, Vorfahrtsverstößen sowie zu geringen Sicherheitsabständen zunehmend auch die Nutzung von Handys. Aus diesem Grund will die Mündener Polizei bei ihren Kontrollen neben Geschwindigkeitsverstößen verstärkt auch das Telefonieren am Steuer ins Visier nehmen. Alkoholunfälle gab es im vergangenen Jahr 17, im Jahr davor waren es acht.

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