Wenn plötzlich Bagger anrücken

Schedener besorgt wegen Arbeiten auf ehemaligen Hemo-Mohr-Gelände

Erdarbeiten auf dem 60.000 Quadratmeter großen Grundstück führten bei einigen Anwohnern zu Besorgnis.
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Erdarbeiten auf dem 60.000 Quadratmeter großen Grundstück führten bei einigen Anwohnern zu Besorgnis.

Scheden – Neun Jahre ist es her, dass die gelben Silotürme auf dem ehemaligen Hemo Mohr-Gelände in Scheden abgerissen und der Schutt beseitigt wurden. Jetzt gibt es Bewegung.

Scheden –Nachdem es auf dem rund 60.000 Quadratmeter großen Grundstück ruhig geworden war, rückten vor Kurzem wieder Bagger an. Die damit vorgenommenen Erdarbeiten sorgten bei einigen Schedenern für helle Aufregung. „Wir haben einfach Angst, dass dort etwas passiert, was wir nicht beeinflussen können“, äußerte der Besitzer eines benachbarten Grundstücks gegenüber unserer Zeitung seine Befürchtungen. Dafür jedoch bestehe „keinerlei Anlass“, betont Schedens Gemeindebürgermeisterin Ingrid Rüngeling. „Der Eigentümer des ehemaligen Hemo Mohr-Grundstücks hat mir in einem persönlichen Gespräch versichert, dass das Gelände dort oben nur schön gemacht wird und dass dort keinerlei bauliche Aktivitäten stattfinden“, sagt sie. Diese seien aktuell auch gar nicht möglich. Bevor ein neuer Bebauungsplan aufgestellt sei, könne man dort „überhaupt nichts“ machen. „Der Eigentümer hat mir berichtet, dass er das Grundstück einem Makler übergeben hat, um es zu verkaufen“, sagt Rüngeling. Sollte sich ein Interessent finden, müsse dieser zunächst mit der Gemeinde Kontakt aufnehmen und seine Nutzungspläne präsentieren. „Und der Rat würde dann letztendlich entscheiden, ob das gewünscht und umsetzbar ist oder eben nicht.“

Nachdem ein Bauunternehmer aus dem Niemetal sieben Jahre nach der Insolvenz des Futtermittelherstellers Hemo Mohr das Gelände 2011 ersteigert hatte, hieß es zunächst, dass dort eine exklusive Seniorenwohnanlage mit Bungalows gebaut werden sollte. „Diese Pläne hatten sich dann jedoch zerschlagen, nachdem die zuständige Behörde beim Landkreis sie bereits in der frühen Planungsphase als nicht genehmigungsfähig bezeichnet hatte“, berichtet Ingrid Rüngeling. Inzwischen hätten sich die Richtlinien jedoch geändert und Projekte dieser Art seien sogar erwünscht. „Sollte sich ein passender Investor finden, könnte es also durchaus sein, dass diese Pläne wieder aufgenommen werden“, so die Bürgermeisterin. Und das wäre dann sicher so etwas „wie ein Sechser im Lotto“ für alle Schedener.

Von Per Schröter

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