Besuch vom Ministerpräsident: Werben für Seilbahn-Projekt in Münden

Besuch im Haus Speckstraße 7: Das Foto zeigt Ministerpräsident Stephan Weil vor dem Haus (links die Fassade) zusammen mit Bürgermeister Harald Wegener, dem Landtagsabgeordneten Ronald Schminke (SPD), Bernd Demandt, Patricia Kenar, verdeckt Eduard Finkeldey, Mündens SPD-Vorsitzenden Gudrun Surup, Sabine Momm, Reinhard Magdeburg, Uwe Hentze, dem Landesbeauftragter Matthias Wunderling-Weilbier und Antje Jahn. Nicht auf dem Bild ist Henner Kowalczyk vom Helferteam. Foto: Krischmann

Hann. Münden. Touristik-Geschäftsführerin Antje Jahn bat Ministerpräsident Stephan Weil am Mittwoch bei dessen Besuch um Unterstützung für den Bau einer Seilbahn zur Tillyschanze.

Eine Fachwerkstadt, die stolz ist auf ihr Erbe und es erhalten will. Das ist Hann. Münden. Die Drei-Flüsse-Stadt erkennt aber auch, dass sie neue Angebote schaffen muss, um sich auf dem Tourismus-Markt zu behaupten. Antje Jahn, Geschäftsführerin des Vereins Touristik Naturpark Münden, bat daher gestern Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) um Unterstützung für das Seilbahn-Projekt. Sinnbildlich für das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt fand das Gespräch im Haus Speckstraße 7 statt.

Seilbahn zur Tillyschanze 

Jahn erläuterte dem Regierungschef die Idee,eine Seilbahn zur Tillyschanze zu bauen und dort oben ein Panorama-Restaurant für 150 bis 200 Gäste zu errichten. Der Zeitpunkt sei genau richtig, so Jahn, da die Betreiber der Tillyschanzen-Gaststätte, das Ehepaar Heck, in den Ruhestand gehen will. Münden habe viele ältere Tagestouristen, ein Ausflug mit der Bahn, belohnt mit einem Panoramablick auf die Stadt, wäre ein Highlight, meinte die Tourismus-Managerin.

Der Mündener SPD-Landtagsabgeordnete Ronald Schminke, der den Besuch des Ministerpräsidenten eingefädelt und organisiert hatte, unterstützt die Seilbahn-Idee: „Wir brauchen einen Magnet“. Es gebe mit Fred Stemmer einen Investor aus Hann. Münden, der Interesse zeige. Dieser brauche aber belastbare Daten, um abschätzen zu können, ob sich die Investition für ihn rechnet. Staatssekretärin Daniela Behrens habe bei einem Gespräch in Hannover die Bereitschaft signalisiert, eine Machbarkeitsstudie für die Seilbahn-Idee zu finanzieren, so Schminke. Voraussetzung sei aber, dass der Mündener Stadtrat die Machbarkeitsstudie beim Land beantrage. „Warten wir das Ergebnis der Studie ab, dann sehen wir weiter“, sagte Ministerpräsident Weil.

Haus Speckstraße 7 

Bereits sichtbar sind die Ergebnisse eines herausragenden Projekts, das mit viel ehrenamtlichem Engagement zustandegekommen ist: Die Sanierung des Hauses Speckstraße 7. Hotelier Bernd Demandt und Architektin Sabine Momm, beide vom Vorstand der Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt, und Patricia Kenar, Vorsitzende des Fördervereins Mündener Altstadt, stellten dem Regierungschef das wunderschön renovierte Fachwerkhaus vor. Mit allem, was sich daraus entwickelt hat, etwa der Verein KunstNetz, der als Mieter einziehen wird.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zu Besuch in Hann. Münden

Auch gestern waren Bernd Demandt und sein Team bei der Arbeit, damit der Verein KunstNetz Anfang nächsten Jahres im Erdgeschoss einziehen kann.

Einer vom Team ist Eduard Finkeldey, Elektriker von Beruf, und von Beginn an bei der Sanierung dabei. „Es macht Spaß, wir sind hier eine gute Gemeinschaft“, sagte der Rentner. „Denkmalaktivist“ Demandt erzählte dem Ministerpräsident auch etwas über das Denkmal-Kunst-Festival, das diesmal in fünf Fachwerkstädten Südniedersachsens stattfinden soll. Weil zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Bürger und nahm die Einladung zur Eröffnung des Denkmal-Kunst-Festivals im September 2017 gern an.

Fachwerkhotel Eisenbart 

Privatinitiative war es auch, in diesem Fall von Fred Stemmer, die den Bau des Fachwerkhotels Eisenbart möglich machte. Der Ministerpräsident ging nach der Besichtigung des Hauses Speckstraße 7 um die Ecke und sah sich in den Räumen des Eisenbart-Hotels um.

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