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Politik in Hann. Münden: „Werden keine Schule schließen“

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Von: Thomas Schlenz

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Dr. Joachim Atzert betonte, dass niemand vorhabe, eine Grundschule in Hann. Münden zu schließen.
Dr. Joachim Atzert betonte, dass niemand vorhabe, eine Grundschule in Hann. Münden zu schließen. © Thomas Schlenz

Der Auftrag der Politik an die Verwaltung, die Schließung eine der mittelgroßen Grundschulen in Hann. Münden, wie beispielsweise Hermannshagen, zu prüfen, hat bei einigen Schulen für Verunsicherung gesorgt

Hann. Münden – Der Schulleiter der Grundschule Hermannshagen, Stefan Eckhardt hat deswegen am Dienstag zu einer Informationsveranstaltung auf dem Schulhof eingeladen, bei der die Vertreter von SPD, CDU und Müna im Stadtrat ihre Ziele hinter dem Prüfauftrag erläuterten.

Hinter dem Prüfauftrag stehe die Forderung des Landkreises, aufgrund des defizitären Haushalts zu sparen, so Dr. Joachim Atzert (SPD). Ein Punkt bei diesen Forderungen seien die Grundschulen. Mit der Prüfung mache die Politik also die Hausaufgaben, die der Landkreis ihr für eine Genehmigung des Haushaltes gestellt habe. Klar sei aber: „Kein Ratsherr, keine Ratsfrau wird zustimmen eine Schule in Hann. Münden zuzumachen“, betonte Atzert. Die Verwaltung habe ihrerseits vorgeschlagen, die Grundschule Hemeln zu schließen. „Auch das halten wir für einen Fehler. Macht man die Schule auf dem Dorf kaputt, lässt man das Dorf sterben“, so Atzert weiter. Zudem sei dort erst für die Einrichtung des Ganztagsbetriebs investiert worden. Das Ergebnis der nun vorgeschlagenen Prüfung sei bereits jetzt klar: Es werde keine der Mündener Grundschulen geschlossen.

Ulrich Reichel (CDU) stimmte Atzert grundsätzlich zu. Da die Grundschulen mit 1,8 Millionen Euro einen großen Anteil am Haushalt hätten, könne man sich einer Überprüfung nicht verschließen. Trotzdem werde man nicht auf die Idee kommen, eine Schule mit guten Strukturen zu schließen.

„Wegen ein paar tausend Euro machen wir keine Schule zu, die funktioniert“, so Reichel. Im Gegensatz dazu sei die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer zwingend nötig, um eine Chance zu haben, dass der Haushalt diesmal genehmigt wird. Bei der Überprüfung der Grundschulen gehe es rein um ökonomische Kriterien, also um das Einsparen von Geld. Sie könne nicht verstehen, dass der Landkreis hier nur mit Einsparungen hantiere, erklärte Dr. Birgit Nolte-Schuster (Müna). Schließlich seien die Grundschulen wichtige Ansprechpartner für Familien. „Eine Schließung kommt deswegen für uns nicht in Frage“, betonte sie. Wenn es tatsächlich dazu komme, dass die Schule, wie nun von der Politik versprochen, nicht geschlossen werde, dann werde er Bier und Bratwurst ausgeben, kündigte Schulleiter Stefan Eckhardt an. Er könne das Bier und die Würstchen schon bestellen, antwortete daraufhin Joachim Atzert dem Hermannshäger Schulleiter. „An Hemeln sieht man, was engagierte und entschlossene Eltern ausrichten können“, betonte Vivien Stracke von Elternrat der Grundschule Hermannshagen. Dies sei genau der richtige Weg, betonte auch Atzert: „Engagieren Sie sich, werden sie laut. Nur mit Engagement und Durchhaltekraft erreichen wir etwas für Münden und Sie stärken Ihren Ratsfrauen und -männern den Rücken“, betonte der SPD-Fraktionschef im Mündener Rat.“ (Thomas Schlenz)

Viele Mündenerinnen und Mündener waren gekommen, um sich über die Grundschuldiskussion in der Stadt zu informieren.
Viele Mündenerinnen und Mündener waren gekommen, um sich über die Grundschuldiskussion in der Stadt zu informieren. © Thomas Schlenz
Ulrich Reichel (CDU, rechts) versprach, alles dafür zu tun, dass keine Schule in Münden geschlossen werden muss.
Ulrich Reichel (CDU, rechts) versprach, alles dafür zu tun, dass keine Schule in Münden geschlossen werden muss. © Thomas Schlenz

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