Landkreis erwägt Beschwerde

Hann. Münden: Weserbrücke im Kreis Göttingen wieder auf dem Prüfstand

Die Weserbrücke in Hann. Münden ist baufällig und muss abgerissen werden. Die neue Brücke soll neben der bisherigen flussabwärts entstehen. Gegen diese Pläne klagt der Mündener Bauverein. Er befürchtet, dass der Verkehrslärm für die Mieter seines mehrstöckigen Hauses (rechts im Bild) deutlich zunehmen wird.
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Die Weserbrücke in Hann. Münden ist baufällig und muss abgerissen werden. Die neue Brücke sollte neben der bisherigen flussabwärts entstehen.

Nach dem Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts steht das Projekt in Hann. Münden jetzt wieder auf dem Prüfstand.

Hann. Münden – Der Landkreis Göttingen, er ist Träger des bemängelten Planfeststellungsverfahrens, prüft nach Angaben eines Sprechers eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision gegen das Urteil. „Solange diese Prüfung noch nicht abgeschlossen und gegebenenfalls in der Sache entschieden ist, sind Aussagen zur Sache spekulativ“, so die Antwort auf die Frage, wie es nun weiter gehe.

Die für die Brücke zuständige Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr teilte auf Anfrage unserer Zeitung zum weiteren Vorgehen mit: „Ob eine über 2022 hinausgehende befristete Nutzung der Brücke unter weiteren Auflagen möglich ist, wird derzeit geprüft. Über gegebenenfalls notwendige zusätzliche Nutzungseinschränkungen kann noch keine Aussage getroffen werden.“

2022 läuft die Restnutzungszeit, also der Zeitraum, in dem das Bauwerk in der jetzigen Form noch sicher betrieben werden kann, aus. Dann müsste die neue Brücke in Betrieb sein, damit der Verkehr weiter ungestört durch Münden fließen kann. Das ist nach dem Urteil nicht mehr zu erreichen. Nutzungseinschränkungen könnten sein, dass das Gewicht der Fahrzeuge beschränkt wird oder die Brücke nur noch einspurig genutzt werden kann. Der Neubau der Brücke ist notwendig, weil das alte Bauwerk aus dem Jahr 1961 marode ist und statische Defizite aufweist. (Ekkehard Maaß)

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