Weserhafen: Kaimauer muss erneuert werden

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Brüchige Hafenmauer: So sieht es an mehreren Stellen der Kaimauer der Weserumschlagstelle aus. Im Hintergrund sind die Arkaden zu sehen.

Hann. Münden. Die 240 Meter lange Mauer der Weserumschlagstelle ist an mehreren Stellen brüchig. Die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft packt das Thema an.

Die Kaimauer müsse daher dringend saniert werden, sagt Thomas Kossert, Geschäftsführer der Weserumschlagstelle- Wirtschaftsförderung- und Stadtmarketing GmbH (WWS). Die städtische Gesellschaft ist Eigentümerin der Hafenanlage einschließlich der Arkaden.

Der geplante Schiffstransport des Anlagenbauers Schmidtsche Schack Arvos GmbH im Frühjahr sei durch das Vorhaben nicht gefährdet, ebenso nicht die für Jahresende vorgesehene weiteren Güterumschläge des Kasseler Unternehmens.

Das Thema Kaimauer müsse aber angepackt werden, da Sandsteine, mit denen die Mauer verblendet ist, in die Weser fallen. Eine Bundeswasserstraße wie die Oberweser müsse aber von Steinen freigehalten werden, die WWS als Eigentümerin des Hafens habe eine Verkehrssicherungspflicht.

Nach Gesprächen mit den Experten des Wasser- und Schifffahrtsamts Hann. Münden sowie Ingenieuren ist Kossert zum Ergebnis gekommen, dass es mit einer Schönheitsreparatur nicht getan ist. Vielmehr sei eine grundlegende Bestandsaufnahme nötig. Dazu gehören Bohrungen, um den Boden zu erkunden. Außerdem müsse überprüft werden, wie es unter dem Wasserspiegel aussieht.

Erst wenn feststehe, was getan werden muss, um die Hafenmauer auf Jahrzehnte standsicher herzustellen, könne etwas zu den Kosten gesagt werden, so der Wirtschaftsförderer. Wenn die Höhe der nötigen Investition feststehe, werde die WWS Fördermöglichkeiten ausloten, darunter aus dem Südniedersachsenprogramm.

Der Geschäftsführer betont, sein Ziel sei mit der Sanierung der Kaimauer auch die Infrastruktur der Umschlagstelle auf den Stand einer modernen Hafenanlage zu bringen. Dazu gehören Poller, die auf die schweren Lasten ausgerichtet sind, ferner Leitern, die bis ins Wasser reichen. 

+++ Update, 1. März +++: 

Als Eigentümerin ist die WWS verantwortlich für die Weserumschlagstelle mit der Kai-Anlage und trägt demzufolge auch die Kosten, die im Zuge der Verkehrssicherungspflicht anfallen. Öffentliche Straßen und Wege, egal ob im Wasser oder an Land, dürfen nicht von den angrenzenden Grundstücken aus gefährdet werden. Der, von dem die Gefahr ausgeht, muss sie beseitigen. Solange eine Gefahr besteht, werden Streckenabschnitte dann auch schonmal gesperrt.

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