Prognose: Wechselhaftes Wetter wird sich im August fortsetzen

Das Juli-Wetter in Südniedersachsen: Wenig Sonnenschein, zu kühl

Altkreis Münden. Nachdem der erste Sommermonat dieses Jahres zu warm ausfiel, lieferte der Juli insgesamt eher durchschnittliches Wetter.

Die Mitteltemperatur von 18,5 Celsius (C) lag um 0,1 C unter dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre, aber immerhin um 0,7 C über dem Durchschnittswert seit Aufbau der Wetterstation in Landwehrhagen im Jahr 1997.

Hieran zeigt sich, dass in den vorigen Jahren in unserer Region gehäuft recht warme Julimonate auftraten. Der bisher wärmste Julimonat mit 21,8 C datiert aus dem Jahre 2006. Die Wettercharakteristik war dabei insgesamt wechselhaft. Längere sonnscheinreiche Sommerphasen blieben aus.

Die erste Dekade war mit 17,4 C die kühlste, dabei war es leicht unbeständig, größere Niederschlagsmengen traten aber an der Station in Landwehrhagen nicht auf.

Nachdem am 10. Juli erstmals in diesem Monat mit 30,5 C ein heißer Tag registriert werden konnte, blieb das Temperaturniveau in der zweiten Dekade höher als in der ersten. Allerdings war es häufig wolkig, am 13. kam es zu einem recht kräftigen Gewitter. Da in unserer Region schwül-warme Luftmassen vorherrschten, können lokal erheblich häufiger kräftige Schauer und Gewitter niedergegangen sein.

Schauern und Gewitter

Am 19. und 20. wurde es dann sonnig und heiß, hier trat auch das Monatsmaximum von 33,2 C (20.) auf. Insgesamt warme Luftmassen dominierten dann auch bis Monatsende, allerdings waren auch diese recht feucht, so dass es immer wieder zu Schauern und Gewittern kam und die Sonne relativ wenig schien. Zählt man einmal die warmen Tage (mind. 20 C, 29), die Sommertage (mind. 25 C, 15) und die heißen Tage (mind. 30 C, 5), dann liegen diese alle etwas oberhalb der langjährigen Häufigkeit, deutlich zu kühle polare Luftmassen beeinflussten uns im Juli daher nicht.

Von Sturmböen verschont 

Die Niederschlagssumme blieb an der Station mit 54,9 Liter je qm deutlich unterhalb des Durchschnittswertes (88,8 Liter je qm), dies könnte aber an anderen Orten in unserer Region (wegen lokaler Schauer und Gewitter) auch anders aussehen. Die Sonne erreichte ihre durchschnittliche Präsenz von 188 Stunden mit nur 161 Stunden ebenfalls nicht. Trotz der insgesamt unwetterträchtigen Lage blieben wir an der Station von Sturmböen verschont.

Die insgesamt wechselhafte Witterung wird sich im August vermutlich fortsetzen. Zwar können immer wieder einzelne sehr warme Tage auftreten, nach einer Hitzeperiode mit viel Sonne sieht es derzeit aber nicht aus. (zkn)

Rubriklistenbild: © dpa

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