Das Wetter in der Region: Ein kühler Herbstbeginn

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Autor unseres Wetterberichts: Prof. Dr. Kai Neumann aus Landwehrhagen. 

Wetterexperte Dr. Kai Neumann aus Landwehrhagen stellt fest: Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn stellte sich die Großwetterlage über Mitteleuropa nach einem sehr heißen August vollständig um.

Daraus resultierte ein abrupter Übergang zu herbstlichem Wetter, mit einer Mitteltemperatur von plus 12,7 Grad fiel der September sogar um 1,4 Grad kälter aus als die durchschnittlichen Septembermonate der vergangenen zehn Jahre.

Verstärkt wurde dieser Eindruck natürlich noch durch den großen Kontrast zum August, der ja bis zuletzt sehr heiß war. So ging die Monatsmitteltemperatur von 19,9 Grad im August um 7,2 Grad zurück, wesentlich mehr als der Durchschnittswert der jahreszeitlichen Abkühlung von 2,8 Grad. So kam es in diesem Jahr auch nicht mehr zu einem Sommertag (mindestens 25 Grad), durchschnittlich gibt es davon im September rund vier Tage.

Gleich am Monatsbeginn gab es vom 1. bis 7. eine unbeständige und zunehmend kühlere Witterungsphase, erst vom 8. bis 12. wurde es wärmer, trockener und die Sonne schien längere Zeit. Damit nahm die Witterung spätsommerlichen Charakter an. In der Nacht zum 13. beendete aber der Durchzug einer Kaltfront dieses Intermezzo, es blieb zwar bis zum 16. relativ mild, aber es kam wiederholt zu Schauern.

Autor unseres Wetterberichts: Prof. Dr. Kai Neumann aus Landwehrhagen. 

Die meist trübe und feucht-kühle Witterung setzte sich dann bis zum 27. fort. Erst zunehmender Hochdruckeinfluss in den letzten Tagen des Monats sorgte endlich wieder für mehr Sonnenschein und verhinderte für die Besitzer von Solaranlagen einen wirklich schlechten Monatsertrag. Allerdings wurde es in den klaren Nächten bereits empfindlich kalt und in windgeschützten Lagen unserer Region kam es verbreitet zu ersten Bodenfrösten.

Mit insgesamt 60,3 Liter je qm Niederschlag lag die Monatssumme im Bereich des langjährigen Durchschnitts (58,6 Liter je Quadratmeter), die Sonnenscheindauer erreichte mit knapp 125 Stunden rund 90 Prozent des Normalwertes. Von Sturmböen blieben wir in diesem Monat verschont.

Im Oktober setzte sich das sonnenscheinreiche und tagsüber recht milde Herbstwetter bis über das erste Wochenende zunächst fort. Allerdings wird es im Laufe der ersten Monatsdekade noch unbeständiger, anschließend steht wohl ein wieder recht ruhiger aber auch recht kühler Witterungsabschnitt in Aussicht. (zkn)

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