Das Wetter in der Region: Im Mai war es schon sommerlich

Altkreis Münden. Nach einem zu kühlem Frühjahr setzte im Mai kräftige Erwärmung ein, sodass der Monat über weite Strecken einen eher sommerlichen Charakter hatte.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 14,0?Celsius (C) war der Mai um genau 1?C wärmer als der Zehnjahresdurchschnitt und damit nach 2008 und 2012 und zusammen mit 2003 und 2007 der drittwärmste Mai seit Aufbau der Wetterstation im April 1997.

Während der ersten vier Maitage zeigte sich das Wetter noch sehr wechselhaft. Immerhin stieg am 2. Mai die Temperatur erstmals in diesem Jahr über die 20?C-Marke und es konnte damit ein warmer Tag gezählt werden. Am 3. und 4. war es sehr kühl, jedoch kam unsere Region ab dem 5. in den Einflussbereich einer sich über Skandinavien etablierenden Hochdruckzone. Damit gelangten mit einer lebhaften östlichen Strömung trockene und warme Luftmassen zu uns.

Bis zum 13. war es durchweg sonnig und sommerlich warm, die Höchstwerte lagen bei 25?C. Die trockene Luft und der frische Ostwind sorgten dabei für ein angenehmes „Sommergefühl“. Allerdings war hierdurch die Verdunstungsrate sehr hoch, in Verbindung mit den ohnehin recht spärlichen Niederschlägen der vergangenen Wochen führte dies zu stark ausgetrockneten Böden. Durch eine Verlagerung des hohen Luftdrucks auf den Nordost-Atlantik drehte die Strömung am 14. auf Nord und es gelangten deutlich kältere und etwas feuchtere Luftmassen in unseren Bereich.

Eisheiligen

Damit kamen auch die Eisheiligen zu ihrem Recht, am 15. traten Schneeregen- und Graupelschauer auf, Nachtfrost gab es aber nicht mehr. Die leicht unbeständige und kühlere Witterung hielt bis zum 20. an, dann kam es zu einem zunächst recht kurzfristigen Vorstoß warmer Luftmassen aus Südwest, die jedoch - unter Begleitung von Gewittern -- in der Nacht zum 23. - wieder verdrängt wurde. Ab dem 26. kamen wir dann aber erneut in den Einflussbereich warmer, diesmal aber sehr feuchter Luft.

Unter leichtem Tiefdruckeinfluss konnten sich die für diese Luftmasse typischen, räumlich eher begrenzten, aber sehr wetteraktive Gewitterzellen bilden. So kam es am 28. in Teilen von Hann. Münden, Hedemünden und Wiershausen zu Unwetter mit Hagelschlag (die HNA berichtete), während an der Station in Landwehrhagen nur wenig Niederschlag (0,4 Liter je qm) fiel. Diese feucht-warme Luftmasse blieb auch über den Monatswechsel hinaus wetterbestimmend, sodass es immer wieder zu Gewittern kam, die aber an der Station nicht unwetterartig ausfielen.

Mit insgesamt nur 38 Liter je Quadratmeter Niederschlag war der Monat erheblich zu trocken, dies sind nur 53 Prozent der normalen Monatsmenge. Gleichzeitig schien die Sonne mit über 226 Stunden etwa 46 Stunden länger als gewöhnlich. Trotz der Gewitter traten an der Station keine Sturmböen auf.

Nach den derzeitigen Prognosen ändert sich an der recht warmen aber auch feuchten und damit unwetterträchtigen Wetterlage in der ersten Junihälfte wenig. (zkn)

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