30 Liter statt 65 Liter Regen pro Quadratmeter

Wetterexperte: Region derzeit die trockenste in Deutschland

Altkreis Münden. Die Temperaturen bleiben auf Zickzack-Kurs. Heute wird es wieder richtig warm, ab Samstag etwas kühler. Was seit längerem aber ohnen großen Ausschlag festzustellen ist: Es ist viel zu trocken.

Man werde in diesem Jahr mit Ausfällen rechnen müssen und entsprechend nachpflanzen. Das dauerhaft trockene Wetter bedeute Stress für die Pflanzen. Gerade die Fichten könnten durch den wassermangel sehr schnell von Borkenkäfern befallen werden.

Da es auch zunehmend windig geworden sei, verstärke sich die Trockenheit an der Bodenoberfläche. „Was wir jetzt dringend brauchen, ist ein lang anhaltender Landregen“, so Rudolph.

Angespannte Lage

Das sehen auch die Landwirte so. Für die Bauern in der Region ist die Lage sehr angespannt. „Es gibt bereits deutlich erkennbare Risse in den Böden und die Gerste wird notreif“, sagt Achim Hübner, Geschäftsführer des Landvolks: „Es muss jetzt dringend regnen.“ Nach Angaben des Wetterkontors fielen im Mai 19 Liter Regen pro Quadratmeter in Kassel. Das 30-Jahres-Mittel für diesen Monat liegt bei 68 Litern.

In Göttingen regneten im Mai 30 Liter Wasser auf den Quadratmeter, im 30-Jahres-Mittel sind es 65 Liter.

Ende nicht in Sicht

Ein Ende der Trockenheit ist nicht in Sicht, sagt der Staufenberger Wetterexperte Kai Neumann. Am Samstag, so die Hoffnung, könnte sich der Himmel ein wenig öffnen. „Das ist aber nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Neumann: „Unsere Region ist derzeit die trockenste in ganz Deutschland.“

Von einer sehr unangenehmen Entwicklung spricht Michael Rudolph, Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten. Gerade junge Bäume leiden seinen Angaben zufolge extrem unter der Trockenheit. Rudolph: Die Pflanzen vertrocknen schlichtweg.“

Rubriklistenbild: © dpa

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