Windparkpläne im Reinhardswald

Widerstand gegen Windpark formiert sich

Hann. Münden/Reinhardshagen. Die Botschaft ist klar: „Keine Growiane über Hann. Münden – Rettet den Reinhardswald“. Gegner der Pläne, am Gahrenberg einen Windpark mit bis zu 20 großen Windenergieanlagen („Growiane“) zu errichten, erörterten  auf der Tillyschanze ihre Bedenken gegen das Vorhaben.

Der Ort wurde bewusst gewählt, liegt er doch direkt an der Landesgrenze zu Hessen und nur wenige Kilometer entfernt von dem geplanten Windpark. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatte eingeladen, und die Bürgermeister von Hann. Münden und Reinhardshagen, Harald Wegener und Fred Dettmar, machten ihre ablehnende Haltung gegenüber den Windkraftplänen ebenso deutlich wie die Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald.

Mündens Verwaltungschef Wegener: „Ich bin sehr verärgert darüber, dass man unsere Belange einfach beiseiteschiebt.“ In der Dreiflüssestadt, das erklärte Stadtplaner Siegfried Pflum anhand fotografischer Darstellungen, werden die Windräder sichtbar sein. Hann. Münden als Flächendenkmal sei für solche Pläne „definitiv der falsche Standort“. Von einer „Verschandelung des Reinhardswaldes der ersten Kategorie“ sprach Reinhardshagens Bürgermeister Dettmar. Dass sich über die Landesgrenzen hinweg die Kräfte nun bündelten, sei sehr bemerkenswert und mache Mut. Man werde versuchen, die Zerstörung des Reinhardswaldes zu verhindern, betonte der 1. Beigeordnete aus Reinhardshagen, Albert Kauffeld.

Gabriele Niehaus-Uebel von der Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald rief die Bürger dazu auf, gegen die Pläne vorzugehen, „dann steigen die Erfolgschancen, die Windräder zu verhindern“. Windenergie dürfe nicht ausschließlich wirtschaftliche Interessen verfolgen, sagte Bernhard Klug von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. 

Rubriklistenbild: © Thiele

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