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Willkommenstreff für Ukrainer im Hann. Mündener Mehrgenerationenhaus

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Die Initiatorinnen: Unser Bild zeigt Martina Görtler (Stadtjugendring Hann. Münden), Ute Krach (Flüchtlingsberaterin Diakonisches Werk Münden) und Elke Steden (Mehrgenerationenhaus Hann. Münden) im Außenbereich des Mehrgenerationenhauses.
Die Initiatorinnen: Unser Bild zeigt Martina Görtler (Stadtjugendring Hann. Münden), Ute Krach (Flüchtlingsberaterin Diakonisches Werk Münden) und Elke Steden (Mehrgenerationenhaus Hann. Münden) im Außenbereich des Mehrgenerationenhauses. © Ev.-luth. Kirchenkreis Münden/Bettina Sangerhausen

Die Flüchtlingsberatungsstelle des Diakonischen Werks in Hann. Münden und das Team vom Mündener Mehrgenerationenhaus bieten ab sofort einen „Willkommenstreff Ukraine“ an.

Hann. Münden – Wie Bettina Sangerhausen, Öffentlichkeitsreferentin für den Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Münden, mitteilte, findet er mittwochs von 16 bis 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 4, in Hann. Münden statt.

Gedacht ist er für den Austausch zwischen Geflüchteten, Gastfamilien und anderen ehrenamtlichen Helfern und wurde initiiert von Elke Steden vom Mehrgenerationenhaus, Martina Görtler vom Stadtjugendring und Ute Krach von der Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werks Münden.

Auf der Suche nach Arbeit und Wohnungen

Viele der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine hofften, möglichst in wenigen Wochen wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können, heißt es in der Mitteilung. Aber solange sie in Hann. Münden sind, benötigten sie eine Unterkunft und Versorgung, viele suchten zudem auch eine Arbeitsstelle, was mit dem Ukraine-Aufenthaltsstatus problemlos möglich sei.

Für alle, die Flüchtlingen nach deren Ankunft zur Seite stehen wollen, skizzierten Steden, Görtler und Krach bei einem ersten Treffen die wichtigsten Schritte. So sei eine Meldung beim Einwohnermeldeamt unabdingbar, um mit der Meldebescheinigung einen Leistungsantrag beim Jobcenter stellen zu können.

Hilfe beim Ausfüllen gebe es im Mehrgenerationenhaus und bei der Flüchtlingsberatung in der Welfenstraße 5, wo auch jeweils Formulare vorrätig seien. „Damit wird für die Grundsicherung und eine Krankenversicherung gesorgt.“

Mehrgenerationenhaus bietet Geflüchteten Hilfe

Zudem benötigten die Flüchtlinge ein Bankkonto, damit sie die Hilfen auch ausgezahlt bekommen können, übergangsweise würden auch Lebensmittelgutscheine ausgegeben. Weitere Themen, die die Flüchtlinge vor Herausforderungen stellten seien die Suche nach einem Hausarzt, Schulunterricht trotz Sprachbarriere und die Kinderbetreuung.

Im Mehrgenerationenhaus werde als Hilfestellung eine Liste mit möglichen Dolmetschern gepflegt, bei Bedarf könnten Helfer dort nachfragen. Die bisher in Hann. Münden Angekommenen seien zumeist bei Verwandten oder Bekannten untergekommen und würden von diesen betreut. „Doch spätestens, wenn über den Landkreis Flüchtlinge zugewiesen werden, brauchen diese Hilfe von außen“, so die Initiatoren.

Verbot: Keine fremden Menschen aufnehmen

Zugleich weisen sie darauf hin, dass alles, was die Unterbringung derer betrifft, die keine Freunde oder Verwandte hier haben, über den Landkreis gebündelt wird.

Es sei nicht erlaubt, einfach fremde Menschen bei sich aufzunehmen. Das habe einen ernsten Hintergrund. Inzwischen seien auch Kriminelle unterwegs, „die gezielt junge ukrainische Frauen an Bahnhöfen ,abfischen‘, um sie in ihre Gewalt zu bringen“. (Ekkehard Maaß)

Kontakt: Flüchtlingsberatung Diakonisches Werk Münden, 05 541/7 0190 21/22, Team des Mehrgenerationenhauses, 05 541/7 53 65.

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