Mittwoch und Samstag

Wochenmarkt Hann. Münden: Ehepaar Teupel verkauft Eichsfelder Wurst

Meryem Hübenthal-Teupel auf dem Wochenmarkt Hann. Münden
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Meryem Hübenthal-Teupel bietet Wurst aus eigener Herstellung auf dem Hann. Mündener Wochenmarkt an.

Es gibt ein neues Gesicht auf dem Wochenmarkt am Historischen Rathaus Hann. Münden: Meryem Hübenthal-Teupel verkauft Eichsfelder Wurstwaren aus eigener Herstellung.

„Hann. Münden ist ein kleiner Wochenmarkt, da kommt man ins Gespräch“, sagt die Berufsschullehrerin. Viele Kunden erkundigten sich über die Haltung der Tiere und Herstellung der Lebensmittel. Darüber gibt die Verkäuferin aus dem hölzernen Anhänger gerne Auskunft: Seit 2016 produziert und vermarktet das Ehepaar Teupel aus Rustenfelde im Eichsfeld Fleisch aus eigener Herstellung. Das eigene Schlachthaus befindet sich im selben Ort wie ihr Bauernhof. Dort verarbeitet Schlachter Tino Teupel alle zwei Wochen ein Tier, mit einer Pause im Sommer.

„Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt Hübenthal-Teupel. Die Lehrerin ist ins Familiengeschäft eingestiegen und verkauft die Waren am Hof und auf Wochenmärkten: mittwochs und samstags in Hann. Münden, freitags in Witzenhausen. Im Angebot sind Stracke, Feldgiecker und Krumme. Frisch wird Rindfleisch, Hack und Brühe angeboten. Die thüringer Wurstwaren werden traditionell warm verarbeitet. Dabei werden nur Naturgewürze genutzt, keine Bindemittel, so Hübenthal-Teupel. Dann müssen die Würste bis zu drei Monate in der Lehmkammer reifen.

„Wir ziehen und schlachten die Tiere selbst“, betont die Verkäuferin. 50 Schweine und 20 Rinder halten sie auf ihrem Hof. Die Kühe stehen im Sommer auf der Weide und im Winter im Stall. Die Kälber bleiben ein Jahr lang bei der Mutter, die Milch wird ausschließlich fürs Kalb genutzt. Im Alter von zwei Jahren werden die Tiere geschlachtet. Die Schweine werden ein Jahr alt. Sie leben in einem Stall, der mit Stroh ausgelegt ist. Nach Belieben können sie in einen Freiluftauslauf gehen und sich im Matsch suhlen.

Hof und Metzgerei Teupel will über Lebensmittelproduktion aufklären

„Die Tiere werden konventionell gefüttert“, sagt Hübenthal-Teupel. Das Futtermittel stammt aus der Leinemühle Bunte in Niedergandern, Heu und Gras von den eigenen Weiden. Der Weg vom Hof bis zum Schlachthaus beträgt einen Kilometer. Den können die Kühe zu Fuß zurücklegen, die Schweine werden gefahren. „Das Töten ist eine Tatsache des Berufs. Bis dahin wollen wir den Tieren ein bestmögliches Leben geben“, sagt die Verkäuferin.

Sobald es möglich ist, will das Ehepaar an Schulen in ihrer Region über die Arbeit auf ihrem Hof informieren und Praktikumsstellen anbieten, um Kindern zu vermitteln, wo das Fleisch auf ihrem Teller herkommt.

Kontakt: Hof und Metzgerei Teupel, Hauptstraße 4, Rustenfelde, Tel. 01 63/5 03 15 76, metzgerei-teupel.de

Von Kim Henneking

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