Wohnmobile sind sehr gefragt

Die Reisebranche in Hann. Münden steht vor Herausforderungen

Matthias Dalfuß, Reisebüro Inhaber in Hann. Münden
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Matthias Dalfuß, Reisebüro Inhaber in Hann. Münden

Der Sommer ist da und die Schulferien stehen vor der Tür. Am 22. Juni hat das Auswärtige Amt die Reisewarnung für die meisten Länder der EU aufgehoben.

Altkreis Münden – Trotzdem stornieren weiterhin zahlreiche Urlauber ihre bereits gebuchten Flugreisen ins Ausland. Der Großteil der Stornierungen und Rückzahlungen sei abgebaut, die Anbieter seien zum Teil überlastet gewesen, sodass die Abwicklung länger gedauert hätte, sagt Matthias Dalfuß, Inhaber der gleichnamigen Lotto- und Reiseagentur am Hann. Münder Kirchplatz.

Angesagt seien dieses Jahr besonders Reisen mit Wohnmobilen, so Dalfuß „Vielen Kunden fragen das dieses Jahr an, das ist auch neu f��r uns.“ Es sei sogar schon zu Engpässen gekommen, da die Verleiher von solchen Mobilen ihre Kontingente ausgeschöpft hätten.

Coronapandemie: Keine Kreuzfahrten bis Oktober

Zudem werden sehr stark Reisen innerhalb Deutschlands und in die Nachbarländer angefragt, die Kunden setzen auf eine individuelle Anreise mit dem Auto oder der Bahn. Flugreisen werden kaum nachgefragt und auch die Kreuzfahrtbranche ruhe. „Ich habe den Newsletter einer Rederei gelesen, sie teilt mit, dass die Schiffe frühestens im Oktober wieder auslaufen“, sagt der Reisebüro Inhaber.

Städtetrips statt All-Inclusive Urlaub

Simone Burmeister von Simones Reisewelt in Hann. Münden sagt: „Ich kann an einer Hand abzählen, wie viele Reisen ich seit der Lockerung gebucht habe.“ Sie müsse derzeit noch deutlich mehr Urlaube stornieren.

Spanien und Griechenland seien beliebte Reiseziele, doch buchen die Kunden aktuell eher kurze Städtetrips statt zwei Wochen All-inclusive auf Mallorca. Vor jedem Reiseantritt klärt Burmeister ihre Kunden über die einzuhaltenden Sicherheitsmaßnahmen auf.

Reisen im eigenen Land meist privat gebucht

Reiseziele wie die Türkei und Ägypten wurden im letzten Jahr bereits im Voraus häufig für diesen Sommer gebucht. Ob ihre Kunden diese Reisen in den nächsten Wochen tatsächlich antreten können, stünde aber noch in den Sternen. „Bei Reisen innerhalb Deutschlands bleiben die meisten Reisebüros allerdings außen vor“, sagt sie. Urlaube im eigenen Land buchen die meisten privat.

Reisewarnung des Auswärtigen Amts

Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland. Dies gilt bis vorerst einschließlich 31. August. Ausgenommen sind die meisten Länder der Europäischen Union (EU) und in assoziierte Staaten wie Island und Liechtenstein. Das bedeutet nicht, dass jede Reise ohne Einschränkungen möglich ist: Einzelne Länder können weitere Einreisen beschränken oder eine Quarantäne bei der Einreise vorsehen.

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