Immer mehr Menschen pendeln in Größstädte

Zahl der Pendler gestiegen: 37.200 Menschen fahren nach Göttingen zur Arbeit

Hann. Münden/Staufenberg/Dransfeld. Sie kommen mit dem Rad, Zug, Bus oder Auto – täglich pendeln Menschen aus dem Umland, aber auch von weiter her zur Arbeit nach Göttingen. Waren es im Jahr 2000 noch 32.300 Berufspendler, so stieg deren Zahl im Jahr 2015 auf 37.200 an – ein Plus von 15 Prozent.

Das geht aus einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung hervor. Zum Vergleich: Der Pendleranstieg in Richtung Kassel beträgt 13 Prozent.

Der Anstieg an Pendlern in die Großstädte hängt laut Studie mit dem deutlichen Zuwachs an Beschäftigten in den Großstädten zusammen. 2015 zählte die Unistadt Göttingen 66.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 6600 Arbeitnehmer mehr als im Jahr 2000. 55 Prozent dieser Beschäftigten stammen aus dem Umland. Das ist aber nicht nur der Landkreis Göttingen, sondern die Pendler kommen auch aus angrenzenden Städten und Gemeinden der benachbarten Bundesländer Hessen und Thüringen. Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind die Freiberufler, Beamte und Selbstständige nicht einbezogen. 

Mit dem Pendleranstieg von 15 Prozent liege Göttingen im Hinblick auf wirtschaftliche Dynamik im oberen Mittelfeld der untersuchten Großstädte, so ein Sprecher des Instituts. Eine gute Verkehrsanbindung, in diesem Fall mit dem ICE, ist vermutlich Hauptursache für den nennenswerten Anteil von Pendlern aus Hannover. 440 Beschäftigte fahren nach Göttingen zur Arbeit, ob täglich oder wöchentlich, das ist nicht aufgeschlüsselt.

Für Dr. Martin Rudolph von der IHK in Göttingen beweist das Ergebnis der Studie, wie eng Umland und Oberzentrum verflochten sind und Göttingen als Arbeitsstandort attraktiv ist. Die Region wachse zusammen, das werde auch durch Projekte wie den Südniedersachsen-Innovations-Campus oder das Welcome-Center – beide werden vom Land finanziell unterstützt – begünstigt. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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