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Zehn Jahre Hospiz in Hann. Münden: Bisher über 1000 Menschen betreut

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Von: Thomas Schlenz

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Hospiz in Hann. Münden: Besuch ist auch in der Krise erlaubt.
Hospiz in Hann. Münden: Besuch ist auch in der Krise erlaubt. © Helmut Krischmann

Das Hospiz ist aus Hann. Münden nicht mehr zudenken. 2012 wurde es gegründet, über 1000 Menschen wurden dort schon betreut. Es werden noch Helfer gesucht.

Hann. Münden – Seit nun zehn Jahren kümmern sich die Mitarbeiter des Hann. Mündener Awo-Hospizes um Menschen am Ende ihres Lebens und um deren Angehörige. Am 1. Februar 2012 startete die Einrichtung in Hann. Münden mit zwei Gästen, kürzlich wurde nun der 1046. Gast begrüßt, berichtet Stefan Kletetzka von der Leitung des Hospizes. 2021 sei bereits der 1000.

2012 wurde das Hospiz in Hann. Münden gegründet

Gast aufgenommen worden. Ideengeber für die Einrichtung des stationären Hospizes sei 2012 die Bürgerstiftung um Prof. Dr. Eduard Quellhorst gewesen.

„Wir nehmen derzeit etwa acht bis neun Menschen im Monat auf“, sagt Kletetzka. Etwa doppelt so viele Anmeldungen gebe es. Von anfangs zehn hauptamtlichen Mitarbeitern habe sich die Zahl über die Jahre auf 27 erhöht.

Gleichzeitig sei die Zahl der Ehrenamtlichen etwas zurückgegangen: Während sich 2012 noch 15 bis 20 Menschen ehrenamtlich im Hospiz engagiert hätten, seien es derzeit noch acht. Es sei nicht leicht, insbesondere jüngere Menschen für eine ehrenamtliche Mitarbeit im Hospiz zu gewinnen. Das hänge aber auch mit der aktuellen Coronasituation zusammen. Eine Idee sei, mehr auf projektbezogene Ehrenamtsarbeit für einen festgelegten Zeitraum zu setzen und zum Beispiel die Schulen mit ins Boot zu holen.

Corona stellt die Einrichtung vor Herausforderungen

Aber auch das gestalte sich wegen der geltenden Coronabeschränkungen noch schwierig. Wichtig dafür, dass sich das Mündener Hospiz in den vergangenen zehn Jahren etablieren konnte, sei die Spendenbereitschaft der Mündener Bürger, berichtet die Spendenbeauftragte Jutta Nickel. Der Etat des Hospizes speise sich laut Gesetz zu fünf Prozent aus Spenden. „Deswegen müssen wir jedes Jahr 100 000 Euro zusammenbekommen“, erklärt Nickel.

Für das zehnjährige Bestehen seien bereits acht bis neun Aktionen geplant, darunter Lesungen, Rockmusik an der Freilichtbühne, eine Kooperation mit dem Denkmalkunst-Festival und das Beats for Hospiz am 15. und 16. Juli mit anschließender Inselwoche. Gleichzeitig feiere der ambulante Hospizdienst Alpha 30-jähriges Bestehen. „Das wollen wir gemeinsam feiern“, so Kletetzka. (Thomas Schlenz)

Beats for Hopsiz in Hann. Münden

Einmal jährlich im Sommer finden in Hann. Münden das Beats for Hospiz und die Inselwoche statt. Die Einnahmen kommen dem Hann. Mündener Awo-Hospiz zugute. Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 21 000 Euro an Spenden zusammen. „Ich bin überwältigt über so viel Hilfsbereitschaft“, sagte Spendenbeauftragte Jutta Nickel. Der Zuspruch zeige die Verbundenheit der Mündener mit der Einrichtung. Auch in diesem Jahr hofft Nickel auf ein schönes Fest. tsz

Immer wieder werden auch Kunstwerke von lokalen Künstlern im Hopsiz in Hann. Münden ausgestellt.

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