Zehn Projekte für mehr Sicherheit auf A7 werden verwirklicht

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In der unfallträchtigen Hundskurve am Dreieck Drammetal – hier ein Foto von einem Unfall vom Februar– lässt der Landkreis Göttingen eine Radaranlage errichten. Die Anlage zur Tempokontrolle ist eine der Maßnahmen für mehr Sicherheit auf der A 7 zwischen Dreieck Drammetal und Landesgrenze.

Hann. Münden/Göttingen. Sämtliche bei der A 7-Konferenz beschlossenen Maßnahmen zur Verkehrssicherheit werden verwirklicht. Das erklärte Landrat Bernhard Reuter im Kreistag.

Die Konferenz, zu der sich Mitte Juli 40 Vertreter betroffener Kommunen und zuständiger Behörde in Kreishaus getroffen hatten, war auf Initiative des Landkreises zustande gekommen. Thema war die Situation auf der Autobahn 7 zwischen Dreieck Drammetal und Landesgrenze.

„Die Expertise der Polizei war für die Analyse der Situation Gold wert“, so Reuter. Bei der Umsetzung der Maßnahmen habe die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau- und Verkehr eine wesentliche Rolle gespielt. In enger Abstimmung mit dem Verkehrsministerium habe die Landesbehörde Prüfaufträge professionell abgearbeitet und anschließend konsequent gehandelt. Reuter dankte dabei Verkehrsminister Olaf Lies und Polizeipräsident Uwe Lührig für die Unterstützung.

Weitere Behörden hätten eigene Konzepte für ihren Bereich entwickelt. „Die Stadt Hann. Münden, die besonders vom Umleitungsverkehr bei Vollsperrungen betroffen ist, zeigt beispielhaft, wie mit dem Schwung der Konferenz das Mögliche zu Machbarem wird“, führte Landrat Reuter aus.

Das sind die vereinbarten Maßnahmen und der Stand der Umsetzung:

TEMPOLIMIT 

Die Höchstgeschwindigkeit ist zwischen Lutterberg und dem Dreieck Drammetal in beiden Fahrtrichtungen seit Ende Oktober 2015 durchgängig auf Tempo 120 beschränkt.

MITTELLEITPLANKE 

Die Mittelleitplanken werden an potenziellen Gefahrenstellen verstärkt, um ein Durchbrechen von Fahrzeugen auf die Gegenfahrbahn zu verhindern. Für die verbleibenden 17 Kilometer bis zur Landesgrenze wird ein Schutzplanken-Bauprogramm für 2016 erstellt.

GRIFFIGKREITSPRÜFUNG 

Die Intervalle der Überprüfungen werden von vier auf zwei Jahre verkürzt. Die jüngsten Messergebnisse datieren aus der zweiten Jahreshälfte 2015. Dabei beanstandete Stellen wurden durch den Einbau einer neuen Fahrbahndecke instand gesetzt.

RÄUMUNG VON UNFALLSTELLEN 

Die Reinigung von Fahrbahnen wurde neu vergeben. In der Ausschreibung wurde die Möglichkeit einer zweiten und dritten Reinigungskolonne aufgenommen, so kann eine schnellere Reinigung erfolgen.

BESSERER VERKEHRSFLUSS 

Die Fahrbahnmarkierungen werden in den nächsten zwei Jahren in ichtung Süd erneuert, um die Sichtbarkeit zu verbessern. Um die Verkehrssicherheit dauerhaft zu erhöhen, wird jährlich die Tag- und Nachtsichtbarkeit der Straßenmarkierungen gemessen.

RADARANLAGE 

Den Auftrag zur Installation einer halbstationären Messanlage in der Auffahrt von der A 38 auf die A 7 in Richtung Süden, in der so genannten Hundskurve, hat der Landkreis erteilt. Je nach Witterung ist noch in diesem Jahr mit einer Fertigstellung zu rechnen.

LKW-KONTROLLEN 

Die Polizei hat bereits zwei Großkontrollen von Lkw auf beiden Fahrtrichtungen vorgenommen. Weitere Kontrollen sind geplant.

„SECTION-CONTROL“ 

Zu der Geschwindigkeitsüberwachung mittels „Section-Control“ läuft ein Pilotprojekt auf der B 6 zwischen Gleidingen und Laatzen durchgeführt. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird eine Ausweitung des Projektes auf die A 7 geprüft.

PFÖRTNERAMPEL 

Polizei und Stadt Hann. Münden testen die Steuerung des Umleitungsverkehrs an den Ortseingängen von B 496 und B 3 sowie an der B 80 in Richtung Hedemünden. Dabei soll die Wirksamkeit möglicher Pförtnerampeln ermittelt werden.

UMLEITUNGSSTRECKEN

Die Umleitungsstrecken für den Fall einer Vollsperrung der A 7 werden im kommenden Jahr überprüft. Eine Bereisung durch die zuständigen Fachbehörden ist Grundlage für eine umfassende, gemeinsame Bewertung der aktuellen Umleitungsstrecken und ihrer Leistungsfähigkeit.

Von den Vorhaben, die bei der A 7-Konferenz für mehr Verkehrssicherheit beschlossen wurden, sind nach Angaben von Landrat Reuter bereits zehn umgesetzt oder werden vorbereitet.

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