1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Kirchenkreise Münden und Göttingen ab 2023 gemeinsam

Erstellt:

Von: Ekkehard Maass

Kommentare

Seit dem 1. Januar 2023 sind die bisherigen Kirchenkreise Münden und Göttingen im neuen Kirchenkreis Göttingen-Münden vereint. Unser Bild zeigt (v. li.) Monika Winkelbach und Hildgund Broda (Kirchenkreisvorstand), Steffen Magerhans (Kirchenkreissynode), Dr. Frank Uhlhorn (Leitender Superintendent), Dietmar Lambach (Kirchenkreissynode) und Thomas Henning (Superintendent), die das Logo des neuen Kirchenkreises präsentieren.
Seit dem 1. Januar 2023 sind die bisherigen Kirchenkreise Münden und Göttingen im neuen Kirchenkreis Göttingen-Münden vereint. Unser Bild zeigt (v. li.) Monika Winkelbach und Hildgund Broda (Kirchenkreisvorstand), Steffen Magerhans (Kirchenkreissynode), Dr. Frank Uhlhorn (Leitender Superintendent), Dietmar Lambach (Kirchenkreissynode) und Thomas Henning (Superintendent), die das Logo des neuen Kirchenkreises präsentieren. © Kirchenkreis Göttingen-Münden

Mit dem 1. Januar 2023 hat für die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in der Region nicht nur ein neues Jahr, sondern eine neue Ära begonnen. Die Kirchenkreise Münden und Göttingen haben sich zum Kirchenkreis Göttingen-Münden zusammengeschlossen.

Hann.Münden/Göttingen – Der Kirchenkreis Münden ist Geschichte, die Zukunft gehört dem neuen Kirchenkreis Göttingen-Münden. Zum 1. Januar 2023 haben die beiden bisher selbstständigen Kirchenkreise Göttingen und Münden ihre Fusion beschlossen. Mit insgesamt 85 563 Mitgliedern in 73 Gemeinden sei Göttingen-Münden einer der größten Kirchenkreise in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, heißt es in einer Mitteilung zum Zusammenschluss.

„In einer großen Gemeinschaft die Herausforderungen der Zukunft meistern und eine starke Stimme sein in Niedersachsen – das waren erklärte Ziele im Vorbereitungsprozess, und auf diesem Weg geht es nun weiter voran. Ein Jahr voll ehrenamtlicher und hauptamtlicher Arbeit liegt hinter den Aktiven im Kirchenkreis. Die Basis ist gelegt, vieles ist noch in der Entwicklung“, so Jeanine Rudat, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises, zu den Zielen. In einer sich ständig wandelnden Gesellschaft müsse Kirche sich inhaltlich und strukturell neu aufstellen, um das Evangelium zu vermitteln. „Angesichts eines bröckelnden gesellschaftlichen Zusammenhaltes werden die Aufgaben für die Kirche größer, zugleich das Budget aber kleiner. In einer großen Struktur kann man Ressourcen besser nutzen, Synergieeffekte einsetzen und Aufgabenbereiche neu zuschneiden, um dem zu begegnen.“

Was für den Kirchenkreis gilt, gelte auch für die Kirchengemeinden. „Nachdem die Kirchenkreissynode sieben Regionen gebildet hat, entwickeln sich die Gemeinden darin zu Gemeindeverbänden.“

Wie berichtet, gibt es im Kirchenkreis Göttingen-Münden sieben Regionen. Das haben die Synoden der beiden Kirchenkreise auf ihrer gemeinsamen Juli-Sitzung entschieden. Wie Sprecherin Rudat im Anschluss mitteilte, besteht der südlichste Zusammenschluss aus den Regionen Münden-Mitte und dem Obergericht. Ein weiterer neuer Bereich setze sich aus den Regionen Rosdorf und Friedland zusammen. Daran anschließend befinde sich die Region Göttingen-West. Göttingen-Südstadt werde künftig mit Gleichen zusammengehören.

Radolfshausen und die fünf Kirchengemeinden im Nord-Osten von Göttingen (Göttingen-5KiNO) werden eine weitere Einheit bilden. Die Innenstadtgemeinden bleiben als Region Göttingen-Innenstadt bestehen. Das Untergericht, Adelebsen und Nörten werden den Angaben zufolge die geografisch größte Region bilden.

Wie berichtet, wird der neue Kirchenkreis Göttingen-Münden zwei Superintendenten haben. Da Thomas Henning, bis Jahresende Superintendent des Kirchenkreises Münden, im Juli aus seinem Amt ausscheide, werde im neuen Jahr ein Wahlausschuss für die Wahl seines Nachfolgers oder seiner Nachfolgerin gebildet, hieß es in einer Mitteilung zur letzten Sitzung der Synode des Kirchenkreises Münden.

Zum Jahresende ist für Hann. Münden eine fast 500-jährige Geschichte zu Ende gegangen. Denn die Anfänge des Kirchenkreises Münden reichen bis in die Zeit der Reformation durch Herzogin Elisabeth (1510 - 1558) zurück. Er hat sich entwickelt. Thomas Henning formulierte es im Gespräch mit unserer Zeitung so: „Seit der Einführung der Reformation unter Herzogin Elisabeth gibt es in Hann. Münden einen sogenannten Inspektionssitz, das, was wir heute Superintendentur nennen, als Mittelpunkt dessen, was wir als Kirchenkreis bezeichnen.“

Infos: Neuigkeiten aus dem Kirchenkreis gibt es im Internet unter: www.kirchenkreis-goettingen-muenden.de und auf Social Media (Facebook: @kirchenkreisgoettingenmuenden, Instagram: @kirchenkreisgoettingenmuenden). (Von Ekkehard Maass)

Auch interessant

Kommentare