Zukunft des Klinikstandorts Münden: Konsortium mit UMG steigt aus

Das Krankenhaus Hann. Münden: Viele Fragen zur Zukunft des Klinikstandorts. Archivfoto:  AWO GSD

Hannover/Hann.Münden. Es wird weiter um die Zukunft des Krankenhausstandortes Hann.Münden gerungen. Nach Informationen der HNA wird es in absehbarer Zeit keine Übernahme der beiden Kliniken durch die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) im Verbund mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) geben.

Der finanzielle Aufwand ist für das Konsortium offenbar höher als zunächst gedacht.

Ein Mehraufwand von 15 Millionen Euro wird angenommen. Eingangs wurde von einer Mindestkaufsumme von 18 Millionen Euro gesprochen.

Am Montag wurde in der Staatskanzlei in Hannover über das Krankenhaus-Thema gesprochen. Es geht darum, einen Nachfolger für die in der Insolvenz befindliche Betreiberin des Krankenhauses Hann.Münden und des Nephrologischen Zentrums (NZN), die Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste gGmbH (AWO GSD), zu finden.

Bei einer Analyse der Lage wird offenbar ein zu hohes Risiko gesehen, um als Betreiber des Klinikstandorts Hann.Münden zu fungieren. Deshalb gibt das Konsortium kein eigenes Gebot ab.

Noch keine Absage bekommen hat die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), hier könnten aber kartellrechtliche Fragen problematisch werden. Nun rückt plötzlich eine privatwirtschaftliche Lösung näher in den Fokus.

Die Staatskanzlei gab keinen Kommentar ab. Die UMG teilt unter anderem mit: Die UMG hat bis zum jetzigen Zeitpunkt kein Gebot zur Übernahme der Mündener Krankenhäuser beziehungsweise des NZN abgegeben.

Die MHH und Universitätsmedizin Göttingen unterstützen die Entwicklung regionaler Grund- und Regelversorgung in Südniedersachsen beziehungsweise setzen sich für die Zentralisierung der Transplantationsmedizin in Niedersachsen ein und haben Vorstellungen zur Umsetzung dieser Ziele entwickelt.

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