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Mündener Altstadtsanierer: Bauwoche war ein voller Erfolg

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Frisch gestrichen: Unser Bild links zeigt den Beginn der Arbeiten an der Fassade des Haues Ziegelstraße 65 vergangene Woche. Unser
Frisch gestrichen: Unser Bild zeigt Hans-Jürgen Sperling (li.) und Bernd Demandt von der Bürgergenossenschaft vor dem Haus Ziegelstraße 65 in Hann. Münden. © Ekkehard Maass

Die Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt, freut sich über das Ergebnis der Bauwoche. „Das, was wir erreichen wollten, haben wir auch geschafft“, sagt Vorstandsmitglied Bernd Demandt.

Hann. Münden – Diese Woche steckt den Helfern noch in den Knochen. Hans-Jürgen Sperling (68) macht keinen Hehl daraus, dass er sich danach einige Tage erholen muss. „Bei der Hitze war das schon heftig“, sagt der pensionierte Lehrer für Biologie und Erdkunde.

Er war in der vergangenen Woche von Montag bis Samstag täglich von 8.30 bis gegen 16 Uhr auf der Baustelle an der Ziegelstraße 65. Die Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt saniert dort ein kleines dreistöckiges Fachwerkhaus aus dem Jahr 1539 und hatte zur Bauwoche aufgerufen. Sieben bis 15 ehrenamtliche Helfer seien täglich auf der Baustelle gewesen, sagt Bernd Demandt, Vorstandsmitglied der Genossenschaft. Darunter auch zwei Neulinge, die bei den vorangegangenen Projekten noch nicht dabei gewesen seien.

Sperling war hauptsächlich für Lehmarbeiten an Decken und Wänden in den beiden Obergeschossen zuständig. Er hat wie viele andere Genossenschaftsmitglieder Erfahrung mit solchen Projekten. Der 68-Jährige hat sich 2013 selbst ein Fachwerkhaus an der Straße Hinter der Stadtmauer gekauft und es mit viel Eigenleistung und Liebe zum historischen Detail saniert. Aktuell arbeitet er an der Hausfassade und streicht die Haustür.

Während an Sperlings Haus das Gerüst noch steht, ist es an der Ziegelstraße 65 bereits wieder abgebaut. Die Fassade ist ausgebessert und gestrichen bis September sollen neue Fenster eingebaut werden. Demandt ist zufrieden mit dem Ergebnis der Bauwoche und sieht die Chance, das Haus so weit zu sanieren, dass es zum Denkmal-Kunst-Festival Anfang Oktober bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden kann, auch wenn noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sein sollten. Mitte September soll es deshalb eine weitere Bauwoche geben.

Die Bürgergenossenschaft lebt vom Engagement ihrer Mitglieder und ehrenamtlichen Helfer, nicht nur auf der Baustelle, sondern auch bei der Organisation und vielen anderen Dingen. Eine zentrale Rolle während der Bauwoche haben Rosi und Henner Kowalczyk übernommen. Sie haben für alle Helfer jeden Tag gekocht. „Das ist für so eine Baustelle und für den Zusammenhalt immens wichtig“, sagt Demandt. Zudem haben die beiden den Flohmarkt des Fördervereins Mündener Altstadt organisiert, dessen Erlös in die Genossenschaftsprojekte fließt.

Das Haus an der Ziegelstraße ist das vierte Projekt der Altstadtsanierer. Im Januar 2020 haben sie es gekauft. Wenn es fertig ist, soll es vermietet werden. Dann wird es auch mit der neuen Elektroheizung ausgestattet sein, für die sich die Genossenschaft inzwischen entschieden hat. Bisher wurde das Haus mit Gas beheizt.

Je nach Möglichkeit werde es eine Fußboden- oder eine Deckenheizung geben, sagt Demandt. Auf jeden Fall sei angesichts der schwierigen Versorgungslage klar: „Wir wollen komplett weg vom Gas.“ (Ekkehard Maass)

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