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Kein Blindgänger auf dem Doktorwerder in Hann. Münden

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Blindgängersuche auf dem Doktorwerder: Mitarbeiter der Kampfmittelräumfirma Tauber überprüfen mit einer Sonde nach einem speziellen Verfahren systematisch das Gelände etwa fünf Meter um einen Verdachtspunkt herum. Sie untersuchen den Boden bis zu einer Tiefe von rund sechs Metern.
Blindgängersuche auf dem Doktorwerder: Mitarbeiter der Kampfmittelräumfirma Tauber überprüfen mit einer Sonde nach einem speziellen Verfahren systematisch das Gelände etwa fünf Meter um einen Verdachtspunkt herum. Sie untersuchen den Boden bis zu einer Tiefe von rund sechs Metern. © Ekkehard Maass

Auch auf dem Doktorwerder hat sich der Verdacht nicht bestätigt, dass Blindgänger im Boden liegen. Zuvor war das Gelände der Stadtverwaltung in der Innenstadt überprüft worden.

Hann. Münden – Seit Freitag ist klar: Auch auf dem Doktorwerder hat sich der Verdacht nicht bestätigt, dass Blindgänger im Boden liegen. Die mit der Suche beauftragte Kampfmittelräumfirma aus Hannover hat am Freitagmorgen ihre Arbeit beendet, ohne Hinweise auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden zu haben. Das teilten die Stadt Hann. Münden und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser mit, das das Unternehmen mit der Überprüfung von drei Verdachtspunkten auf dem Doktorwerder beauftragt hatte.

Zuvor hatten die Kampfmittelexperten am Montag und Dienstag im Auftrag der Stadt einen Verdachtsfall auf dem Gelände der Stadtverwaltung an der Böttcherstraße überprüft und dort ebenfalls keine Hinweise auf einen Blindgänger im Boden gefunden.

Nach der Entwarnung für das Gelände der Stadtverwaltung an der Böttcherstraße und den Doktorwerder müssen in Hann. Münden noch zwei Standorte auf mögliche Blindgänger hin untersucht werden. Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen hatte der Stadt Hann. Münden Mitte Juni vier mögliche Verdachtsorte genannt, wo Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegen könnten.

Die beiden weiteren Stellen sind Bahnanlagen, die an den Philosophenweg angrenzen, und ein Verdachtspunkt zwischen der Straße Vor der Bahn und der Böttcherstraße. Die Stadt hatte zunächst von einem Standort im Bahnhofsumfeld gesprochen, ihre Angaben aber inzwischen präzisiert. Beide Grundstückseigentümer seien angeschrieben worden, so Jörg Golde, Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung der Stadt. Von der Bahn stehe noch eine Antwort über das weitere Vorgehen aus, der Eigentümer des Grundstücks zwischen der Straße Vor der Bahn und der Böttcherstraße habe inzwischen mitgeteilt, dass eine Fachfirma mit der Überprüfung beauftragt sei. Ein Termin stehe aber noch nicht fest, so Golde. Nähere Angaben zum Besitzer des Grundstücks wollte die Stadt derzeit noch nicht machen. Die Bahn sei inzwischen noch einmal erinnert worden, mitzuteilen, wie sie nun vorgehen werde.

Am Montag hatte die Kampfmittelräumfirma Tauber aus Hannover im Auftrag der Stadt mit Sondierungsbohrungen und speziellen Messungen mittels einer Sonde begonnen, das Gelände an der Böttcherstraße zu überprüfen. Dazu hatten die Kampfmittelexperten das Areal in einem Umkreis von etwa fünf Metern um den Verdachtspunkt herum mit einem gleichmäßigen Raster aus 37 Punkten für die Bohrungen und Messungen versehen. Der Abstand zwischen den Punkten betrug etwa 1,50 Meter. Zum Teil lagen die Bohrlöcher auch auf dem Gelände der angrenzenden Kindertagesstätte, die derzeit wegen Betriebsferien geschlossen ist. Meter für Meter untersuchten die Experten dann mittels einer Sonde den Untergrund auf Eisen – das Ganze, so der Leiter der Sondierungsarbeiten, bis zu einer Tiefe von etwa sechs Metern.

Am Dienstagvormittag war die Überprüfung dann dort abgeschlossen und die Kampfmittelräumer bereiteten die Suche auf dem Doktorwerder vor, für die sie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser beauftragt hatte, auf dessen Gelände die drei Verdachtspunkt lagen. Alle befanden sich zwischen Werra und dem dortigen Toilettenhäuschen. Der erste Verdachtspunkt war bereits am Mittwoch überprüft. Gestern Morgen kam dann die Entwarnung für die beiden anderen. Dabei gingen die Experten ähnlich vor wie an der Böttcherstraße.

Hintergrund für die Kampfmittelsuche in Hann. Münden sind geplante Tiefbauarbeiten der Telekom. Nach Angaben der Stadt begleitet das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung die Arbeiten und hat dafür Luftbildaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Dabei wurde die vier Verdachtsstandorte entdeckt. (Ekkehard Maass)

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