"Unglaublich überrascht"

Preis für Hann. Mündener Blühprojekt

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Freuen sich über die Auszeichnung (von links): Hermann Dreyer (BI „Münden blüht und summt“), Martin Eichtinger (Landesrat Niederösterreich), Eleonore Dehnerdt (BI), Christa Ringkamp (Präsidentin European Garden Association „Natur im Garten“ International), Ulrike Braun (Stadt-/Freiraumplanung Hann. Münden), Pia Dehnhardt (BI) und Karl Ploberger (Moderator, Autor über Gartenkultur). 

Münden blüht und summt: Hann. Mündener Bürgerinitiative gewinnt Anerkennungspreis in Österreich. 

„Die Auszeichnung hat uns unglaublich gefreut und überrascht“ – so fasst Eleonore Dehnerdt für die Bürgerinitiative „Münden blüht und summt“ die vergangenen Tage zusammen. 

Die Gruppe hat den Anerkennungspreis für „Urban Gardening“ in Krems in Niederösterreich erhalten (HNA berichtete).

Seit 2015 gibt es die Bürgerinitiative in Hann. Münden. Sie legte in der Stadt mehrere Blühstellen an, „die mit viel persönlichem Einsatz bepflanzt und gepflegt werden“, teilt Eleonore Dehnerdt mit. 

„Das Anliegen der Gruppe war es, die Touristenstadt schöner zu machen und den Menschen ein Lächeln in den Mund zu legen“, so Dehnerdt. 

Überregionale Bekanntheit hat die Gruppe unter anderem auch mit ihren auffälligen „Amtlich anerkannte Blühstelle“-Schildern erhalten. Sie kennzeichnen die Flächen, die zwar der Stadt gehören, jetzt aber durch Ehrenamtliche gepflegt werden.

Nach dem Ratsbeschluss, eine „bienenfreundliche Stadt“ zu werden, hat die Gruppe ihr Engagement auf Informationsstände, eine eigene Internetseite, Weiterbildungen über Wildbienen und einiges mehr erweitert.

Dass diese Idee eben nicht nur in Hann. Münden geblieben ist, wird durch die Rückmeldungen deutlich, die die Bürgerinitiative in den vergangenen Jahren erhalten hat. 

Auch andere Städte haben sich eine solche Entwicklung wie in der Dreiflüssestadt gewünscht und Kontakt mit den Mitgliedern aufgenommen, wie es in einer Mitteilung heißt. 

So konnte „Münden blüht und summt“ beratend tätig werden. „Wir wünschen uns, dass diese Idee weiter in die Fläche getragen wird“, sagt Dehnerdt im Gespräch mit der HNA.

Mit ihrer Bewerbung wurden die Aktivisten zu den nominierten Bewerbern aufgenommen. Sie traten die Reise nach Krems an und erhielten den Anerkennungspreis in „Urban gardening - kreatives gärtnern in der Stadt“! 

Die Jury schätzte ihre Arbeit, weil sie vorbildlich im Bürgerengagement für Natur und Menschlichkeit stehen und weil die Gruppe stets bemüht ist, die Stadt in die ökologischen Fragen mit einzubinden und herauszufordern.

Die angereisten Gewinner schätzen an den Tagen in Krems insbesondere den Austausch und die Vernetzung mit den anderen 29 Gruppen, heißt es in einer Mitteilung. 

Es konnten sich in einer Kategorie auch Städte und Kommunen sowie in einer Kategorie auch Wirtschaftsunternehmen und Hotels bewerben. „Beim Vorstellen der Projekte wurde deutlich, wie wichtig und schön die Zusammenarbeit aller in der Praxis ist.“

Ebenso profitierten die Hann. Mündener von der sich anschließenden internationalen Fachtagung „Ökologische Pflege“ und dem Austausch mit allen 30 prämierten Projekten.

Weitere Informationen zur Bürgerinitiative, ihre Arbeit und die Möglichkeit, selbst mit aktiv zu werden, gibt es im Internet.

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