Tag des offenen Denkmals lockte mit der Vielfalt eines beliebten Werkstoffes

Viele auf dem Holzweg

Eine Station auf dem „Holzweg“: Die neue Brücke zur Tillyschanze wurde gefeiert – und dazu gab auch die Eisenbart-Spielgruppe Kostproben ihres Könnens. Hier von links: Frank Ksyk, Niklas Schmidt, Wolfgang Rachner und Günther Schuster. Foto: Siebert

Hann. Münden. Viele waren am Sonntag auf dem Holzweg unterwegs: Am Tag des offenen Denkmals lag das Augenmerk auf dem Werkstoff aus dem Wald. Und dessen Verwendung ist vielfältig, wie das bunte Angebot zeigte.

Zum Beispiel an der Tillyschanze: Als Brückenbau im doppelten Sinne bezeichnete Landrat Bernhard Reuter den neuen Steg, der den Turm mit der Waldgasttätte verbindet. Während eines Brückenfestes wurde das Holzbauwerk gestern offiziell eingeweiht und als Objekt in den Tag des offenen Denkmal eingebunden. Zum einen verbinde die Brücke Niedersachsen mit Hessen, zum anderen seien beim Brückenbau Ehrenamt mit Hauptamt verbunden worden, so Reuter.

Großer Andrang herrschte auch in der alten „Villa Fischer“, in der Pastor Henning Dobers mit seiner Familie lebt und in der die Geistliche Gemeinde-Erneuerung (GGE) in der Evangelischen Kirche Deutschland ihren Sitz hat, für die Dobers arbeitet.

Fotostrecke: Der Tag des offenen Denkmals

Tag des offenen Denkmals

In der Villa, 1914 von dem Industriellen Karl Fischer (Tabakhersteller Fischer & Herwig) erbaut, wurde viel Holz an den Wänden und in Form von eingebauten Schränken verarbeitet, ebenso wie bei den Fußböden und den Türen. Es gibt dem Haus ein edles Ambiente und die Verarbeitung überrascht zuweilen mit großer Detailfreude.

Ins Detail ging auch die Führung in der Blasius-Kirche. Renate Tackmann lenkte den Blick auf elf hölzerne Kunstwerke im Kirchenraum. Das jüngste und das älteste sind je ein Kruzifix: Das Kreuz aus St. Ägidius, das aus dem 14. Jahrhundert stammt, und das Kreuz an der Säule gegenüber der Kanzel, das Gustav Eberlein 1866 schuf.

Zeitlich dazwischen liegen beispielsweise der Hauptalter (1700) und zwei Epitaphe - Bilder mit Texten, die an Verstorbene erinnern. In frischen Farben, weil es erst voriges Jahr restauriert wurde, leuchtet das Epitaph von Bürgermeister Bodo Meyer und Elisabeth Tilemann (1592), das mit aufwändigen Schnitzereien verziert ist. (zpy/tns)

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