Eberlein-Kunstwerk

Hann. Mündens Goethe jetzt Blickfang in Bonn

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Blick in die große Goethe-Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn: Im Vordergrund steht das Modell des Goethe-Denkmals von Gustav Eberlein, das Kaiser Wilhelm der II. 1902 der Stadt Rom schenkte. Es stammt aus dem Stadtmuseum in Hann. Münden.

Wieder ist ein Eberlein-Kunstwerk aus Hann. Münden in einer großen Ausstellung mit bundesweiter Ausstrahlung zu sehen.

Im vergangenen Jahr war es die Kunsthalle München, welche die Figurengruppe Faust und Mephisto in Szene setzte, die der Bildhauer Gustav Eberlein (1847-1926) für den Sockel seines Goethe-Denkmals geschaffen hat. 

Jetzt ist es die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, die das gesamte Denkmal aus dem Bestand des Mündener Museums zeigt. Es ist das Original Gipsmodell Eberleins für sein neun Meter hohes Goethe-Monument aus weißem Carrara-Marmor, das Kaiser Wilhelm II. 1902 der Stadt Rom schenkte. Es steht noch heute in der Parkanlage der Villa Borghese.

„Goethe. Verwandlung der Welt“ heißt die Bonner Ausstellung zu Werk und Biografie Goethes, die noch bis zum 15. September zu sehen ist. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der auch am Eröffnungstag gekommen war.

„Die groß angelegte Schau versammelt circa 250 Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit. Mit Werken von Caspar David Friedrich, Auguste Rodin, William Turner und Angelika Kauffmann über Piet Mondrian und Paul Klee bis hin zu Cy Twombly, Andy Warhol, Barbara Klemm und Ólafur Elíasson reicht die Perspektive der Ausstellung vom späten 18./frühen 19. Jahrhundert bis in unsere heutige Zeit“, heißt es auf der Internetseite der Kunsthalle. 

Unter ihnen eben auch der in Spiekershausen geborene und in Hann. Münden aufgewachsene Gustav Eberlein. „Eberlein war von Jugend an ein glühender Verehrer Goethes“, schreibt Eberlein-Experte Rolf Grimm.

Der 1926 in Berlin gestorbene Künstler war um 1900 ein Star unter den Bildhauern mit internationalen Aufträgen. Von ihm stammen über 700 Skulpturen und circa 300 Gemälde. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere zählte auch Kaiser Wilhelm II. zu seinen Auftraggebern.

Martina Krug, Leiterin des Städtischen Museums, ist begeistert wie das Denkmal in Bonn platziert ist. „Es kommt in seiner ganzen Pracht zur Geltung“, sagt sie. Sie war bei der Ausstellungseröffnung am 17. Mai ebenso dabei wie Rosemarie Münder und Wolfgang Kaerger vom Vorstand des Mündener Vereins Gustav-Eberlein-Forschung.

Dass die Bonner Ausstellungsmacher auch das Mündener Werk im Blick hatten, liegt nach Angaben Krugs daran, dass eine Mitarbeiterin der Bonner Ausstellung Mit-Kuratorin der Münchner Faust-Schau war, die das Werk schon kannte.

Weitere Informationen zum Goethe-Denkmal gibt es unter www.g-r-i-m-m.de/eb_goeth_neu.htm und g-r-i-m-m.de/eb_histo.htm

Zu der Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn haben Besucher bis einschließlich 18 Jahre an allen Tagen freien Eintritt. Ansonsten kostet die Tageskarte 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch von 10 bis 21 Uhr, Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen 10 bis 19 Uhr. Informationen unter Tel. +49 22 89 17 12 00, Internet: bundeskunsthalle.de

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