Rettungskräfte rudern zu Hilfe

In Schleuse gefallen: Baby, Frau und Hund rutschen zehn Meter tief ins Wasser

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Aus dem kalten Wasser gerettet: Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz.

Eine Frau samt Kinderwagen mit Baby und ein Hund mussten aus einer Schleuse bei Hann. Münden gerettet werden.

Die Rettungsorganisationen aus dem Raum Hann. Münden wurden zu einer Wasserrettung zur Schleuse "Letzter Heller" bei Hann. Münden gerufen. Die Rettungskräfte erfuhren noch auf Anfahrt zur Einsatzstelle: Dort war eine Frau samt Kind und Hund ins Wasser gestürzt.

Wie Jasmin Kaatz, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Göttingen, auf Nachfrage unserer Zeitung berichtet, war eine 46-jährige Frau aus dem Raum Hann. Münden mit einem Säugling im Kinderwagen sowie einem kleinen Hund an der Werra unterwegs. 

Kinderwagen kam ins Rutschen - Frau wollte ihn noch festhalten

Nahe "Letzter Heller" kam der Kinderwagen nach ersten Informationen an einer nicht genutzten Schleuse ins Rutschen. Die Frau hielt den Wagen weiter fest und rutschte so rund zehn Meter den steilen Rand ins Schleusenbecken hinunter. Glück für die Betroffenen: Nach Auskunft der Polizei war das Becken nur rund einen halben Meter tief mit Wasser gefüllt.

Boot des Schiffsfahrtsamtes zufällig in der Nähe vertäut - Rettungsdienst fackelt nicht lange

Die alarmierten Feuerwehren aus Hann. Münden und Laubach sowie Rettungsdienst und Polizei machten sich bei der Alarmierung um 9.09 Uhr auf den Weg zum Unglücksort. Der als Erstes eintreffende Rettungsdienst hat ein am Rand befestigtes Boot des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes benutzt, ist in die Schleuse gerudert und hat Frau, Säugling und auch den Hund gerettet, wie Hann. Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig berichtet. „Wir mussten nur assistieren“, sagte Röthig.

15 Kräfte der Feuerwehren waren im Einsatz. Bereits auf der Anfahrt hatte sich ein Trupp der Feuerwehr mit einem speziellen Anzug für die Wasserrettung ausgerüstet, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Frau und Säugling kamen wegen Unterkühlung zur Behandlung ins Krankenhaus

Die Betroffenen kamen mit Verdacht auf Unterkühlung vorsorglich ins Krankenhaus der Dreiflüssestadt. „Sie sind wohlauf und haben einen großen Schutzengel gehabt“, betonte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Ansonsten blieben die Frau, Säugling und Hund trotz des Sturzes aus großer Höhe unverletzt.

Die Rettungskräfte konnten den Einsatz nach gut einer Stunde beenden und wieder einrücken.

Im Juli 2019 hat ein anderer dramatischer Vorfall, in dem eine Mutter samt Baby im Kinderwagen und Hunde verwickelt waren, für Aufsehen gesorgt: In Kerstlingshausen im Landkreis Göttingen hatte ein betrunkener Fahrer die Mutter samt Kinderwagen beim Gassigehen übersehen und den Kinderwagen umgefahren. Der Säugling wurde schwer verletzt und starb später im Uni-Klinikum Göttingen.

Weil sie ihr Baby mit Schmerzmitteln vergiftet hatte, ist eine 25-Jährige in Bad Hersfeld zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

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