Ein Haus aus Holz

Innovatives Pilotprojekt: Mit guter Planung gelang das ambitionierte Vorhaben ohne Komplikationen.
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Innovatives Pilotprojekt: Mit guter Planung gelang das ambitionierte Vorhaben ohne Komplikationen.

Hemeln. Was macht ein Betriebsinhaber, wenn er den Betrieb an die Nachfolger abgegeben hat? Er setzt sich zur Ruhe oder sucht sich ein neues Tätigkeitsfeld.

Für Ewald Lotze gab die Frage seines Sohnes Kai den Anstoß, etwas Neues zu testen: „Wie können wir als kleiner Holzbaubetrieb mit den Fertighausanbietern mithalten und ein Ausbauhaus in Holzrahmenbauweise erstellen?“

Die Voraussetzungen waren klar formuliert: Die Arbeiten sollten bis ins Detail geplant werden. Die Vorfertigung der Holzbauteile in der Schlechtwetterzeit musste nach Plan erfolgen – ohne Aufmaß des Kellers. Der Ablaufplan für Erd-, Mauer-, Betonarbeiten und nachfolgend der Holzbau und die Dacheindeckung wurde erstellt. Abschließend musste die effektive Kran- und Gerüststellung und rechtzeitige Baustoffanlieferung geplant werden.

Sogar die Fenster wurden mit dem Baukran verteilt und das Gerüst erhielt eine Treppenanlage.

Chronologie

9. Januar: Vorfertigung der Wand- und Deckenelemente in der Halle der Zimmerei Lotze-Franke.

24. Februar: Die Firma Kircher beginnt ihre Arbeit an der Baustelle mit den Tiefbauarbeiten.

17. März: Fertigstellung des Kellers mit einer durchschnittlichen Presonalbesetzung von 3,5 Mitarbeitern. Die Forderung nach einer maximalen Maßabweichung von drei Millimetern wurde erfüllt.

19. März: Verlegung der Holzdeckenelemente von sechseinhalb mal zweieinhalb Meter im Keller. „Wir hatten zu wenig Schlechtwettertage um alle Wände zu fertigen“, sagt Ewald Lotze. Ein Kollege aus Hofgeismar half aus und lieferte die 11,25 Meter langen Wände am 24. März an.

28. März: Anbringung der Unterdachplatten – das Haus ist regendicht.

Bei Regenwetter sorgte eine 200 Quadratmeter große, mit einem Kran verlegbare Notdachplane für den Schutz von Keller und Holzaufbau.

Auch für die Hausanschlüsse wurde einmal ausgeschachtet – nach drei Tagen waren alle Anschlüsse für Strom, Telefon und Wasser hergestellt.

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Nach Einblasen der Zellulosedämmung konnte sich Bauherr Kai Lotze schon von dem guten Klima in seinem Holzhaus überzeugen. Die Dämmwerte der Energieeinsparverordnung werden um zirka 30 Prozent unterschritten. „Auch wir Handwerker vor Ort sind innovativ“, resümiert Ewald Lotze und freut sich über inzwischen drei Holzhäuser der Firma Lotze-Franke in Hemeln.

Tag der offenen Tür

Am Sonntag, 25. Mai, öffnet die Firma Lotze-Franke das Haus von 11 bis 17 Uhr im Ginsterweg 8, direkt am Ortsausgang nach Ellershausen.

Die Holzbaustoffe und die technische Ausrüstung ist nicht nur von Interesse für Bauherren, sondern auch für Hausbesitzer, die einen Umbau planen.

Die Firma Lotze-Franke und die am Bau beteiligten Firmen Haustechnik Thiedemann, Maler Lohrengel und Elektro Osenbrück stehen an diesem Tag zur Verfügung und führen durch das Haus. (zpy)

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