Keine Änderungen im Fachbereich Bauen, Planen und Umwelt

Haushaltsentwurf: Ausschuss stimmt Etat zu

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Badespaß: Der gute Sommer bescherte im Erlebnisbad Dransfeld höhere Einnahmen als im Jahr zuvor. Der Zuschussbedarf bleibt im erlaubten Rahmen.

Samtgemeinde Dransfeld. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss sagt einstimmig Ja zum Haushaltsentwurf der Samtgemeinde Dransfeld. In der Sitzung am Montag hatten sich die Mitglieder mit den Posten befasst, die in ihr Fachressort fallen.

Der Haushalt für die Jahre 2016 und 2017 sei ausgeglichen, berichtete Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers kurz. „Wir erwirtschaften einen Überschuss, der aber nicht als solcher ausgewiesen, sondern an die Mitgliedsgemeinden weitergegeben wird“, sagte er, ,,um die Entschuldung voranzubringen.“

ERLEBNISBAD

Den größten Anteil an den Kosten für das Freibad hätten Unterhaltung und Personal, erläuterte Eilers. Große Investitionen seien nicht vorgesehen. Nach und nach sollen weiter die rutschigen Fliesen am Beckenrand durch robustere und rutschfeste Betonplatten ersetzt werden.

Durch die Änderung der Öffnungszeiten habe man Personalkosten sparen können. Der Förderverein half ebenfalls, das Defizit zu senken. Außerdem spielte der gute Sommer der Samtgemeinde in die Hände: Die Einnahmen lägen um rund 15.000 Euro höher als im vergangenen Jahr. Auf dieser Basis wurden für das Jahr 2016 Einnahmen in Höhe von 70 000 Euro veranschlagt. Der errechnete Zuschuss für das Bad liegt bei 174.300 Euro und damit 600 Euro unter dem durch den Zukunftsvertrag erlaubten Höchstwert. Im Jahr 2017 soll ein Zuschuss von 179.100 Euro reichen.

KITA JÜHNDE

Die Kindertagesstätte Jühnde komplett zu sanieren, davon habe man Abstand genommen, erklärte Eilers. Es würde sich schlicht nicht rechnen, das ganze Gebäude zu dämmen: Die Energiekosten seien für das an das Jühnder Nahwärmenetz angeschlossene Gebäude so gering, dass man die Investition durch die gesparte Energie nicht wieder hereinbekommen würde.

An der Südseite mit ihrer veralteten Fensterfront müsste etwas passieren, weil sich der Raum im Sommer zu stark aufheizt. Dies und die Geschossdecke zu dämmen ist mit rund 100 000 Euro veranschlagt. Ein Zuschuss dafür könnte aus einem Fördertopf des Bundes für energetische Sanierung kommen.

GEMEINDESTRASSEN

Für die Straßen der Gemeinde habe man einen Mindestansatz veranschlagt: 60.000 Euro für die Unterhaltung. Das reiche gerade, um die Straßen nicht kaputt zu sparen.

UNTERHALTUNGSVERBÄNDE

Die Samtgemeinde zahlt 60.500 Euro an Unterhaltungsverbände, darunter der Unterhaltungsverband Münden, der für Gewässer vom Niemetal bis nach Staufenberg zuständig ist. Auf Kritik stieß dabei, dass man so auch immer wieder für Schäden mitbezahle, die durch Regenwasser von der Autobahn 7 verursacht werden. Walter Koch, FWG, erläuterte dazu: Der Wandersteinbach beginne an der Autobahn oberhalb von Landwehrhagen.

Das Niederschlagswasser von der Autobahn fließe ungebremst in den Bach, der dann immer wieder so stark anschwelle, dass er große Mengen von Geröll mit sich reißt. Wenn der Geröllfang geleert werden müsse, koste das 30 000 Euro.

Er werde das Gespräch suchen, sagte Eilers, um den Verursachser mit ins Boot zu holen.

Friedhofsgebühren werden steigen

Bis zum 31. März nächsten Jahres sollen die Friedhofsgebühren angehoben werden. Das sei ein Thema, "das wir schon lange vor uns herschieben", so Ausschussvorsitzender Klaus Ahlborn.

Eigentlich sollten die Friedhöfe sich über die Gebühren selbst tragen, sagte Eilers, was in einer Flächengemeinde wie der Samtgemeinde jedoch kaum möglich sei. So errechnet sich für das Jahr 2016 ein Fehlbetrag von 26.000 Euro, im Jahr darauf muss die Samtgemeinde 29.900 Euro zuschießen. Eine geänderte Bestattungskultur mehr Urnengräber statt Sargbestattungen führe zu dem wachsenden Defizit. Dabei habe man die Planungszahl von sieben Quadratmetern pro Einwohner schon auf etwa vier reduziert.

Eine große Hilfe seien da schon die Initiativen engagierter Bürger in verschiedenen Orten, die bei der Friedhofspflege helfen.

Platz für neue Krippe finden

Im Haushaltsentwurf sind 700.000 Euro für neue Krippenplätze veranschlagt. Größe und Ort des neuen Gebäudes solle man möglichst bald definieren, so Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers, um frühzeitig Fördermittel beantragen zu können.

Der Schulausschuss befasst sich in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag mit dem Thema, 18 Uhr, Grundschule Scheden.

Stichwort: Flächennutzungsplan

Der Rat der Samtgemeinde hatte kürzlich seinen Entwurf des Flächennutzungsplanes zurückgezogen, nachdem der Landkreis deutlich gemacht hatte, dass der Plan so nicht genehmigt werden könne. Kritisiert wurde die Höhenbegrenzung für Windkrafträder zwischen Bördel und Jühnde. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss wird am 30. November über inhaltliche Änderungen des Planes diskutieren. Der Rat könnte diese in seiner Sitzung am 8. Dezember beschließen, sodass der neue Entwurf nach den Weihnachtsferien öffentlich ausgelegt werden kann, berichtete Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers in der Ausschusssitzung.

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