Bester seines Handwerks

Henrik Rohrberg belegte Platz 2 im Kfz-Landeswettbewerb

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In der Werkstatt: Henri k Rohrbach überprüft den Ölstand an einem Auto. 

Bereits zum vierten Mal wurde ein Geselle der Werkstatt „Karosserie- und Fahrzeugtechnik Michael Kramer“ in Dransfeld als „Bester Geselle“ durch die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen ausgezeichnet.

Nach zwei Karosseriebauern und zwei Mechanikern ist es nun der Kraftfahrzeugmechatroniker Henrik Rohrbach.

Der Günterser hat vor einem Jahr seine Ausbildung im Betrieb von Michael Kramer abgeschlossen und arbeitet seitdem dort als Geselle. „Er ist ein sehr engagierter Lehrling und Angestellter“, sagt Werkstattinhaber Michael Kramer. Er freue sich über die Auszeichnung, die auch die gute Ausbildung seines Betriebes zeige.

Für seine berufliche Laufbahn habe er sich schon früh entschieden, sagt Rohrbach im Gespräch mit der HNA. Bereits als Kind habe er mit seinem Vater und Großvater an Autos geschraubt. In der 9. Klasse am Gymnasium stand die Berufswahl dann fest und so ging er nach der 10. Klasse ab und auf die Berufsschule. „Ich interessiere mich für die mechanischen Vorgänge im Motor“, sagt Rohrbach. Auch Elektronik gehöre zum Beruf, Hybrid- und E-Fahrzeuge seien fester Bestandteil der Ausbildung. Besonders die Diagnose gefalle ihm am Berufsalltag. Dieser Berufsweg war für Rohrbach der Richtige, wie seine Auszeichnungen zeigen.

Als bester Absolvent seines Jahrgangs belegte er Platz 1 im Kammerwettbewerb der Handwerkskammer und qualifizierte sich somit für den Landeswettbewerb. Hier durchlief er sechs Stationen, die die Arbeit in einer Werkstatt simulierten: Hochvoltprüfung an einem Elektro- oder Hybridauto, Diagnose einer Klimaanlage, Lichtüberprüfung, Motordiagnose, Achsvermessung, Aufnahme von Signalen der Motorsteuerung und Vergleich von Ist- zu Soll-Werten. Am Ende stand Platz 2.

Der 21-Jährige kann sich neben diesen Titeln auch über ein Stipendium der Stiftung Begabtenförderung in Höhe von 8 100 Euro freuen, das ihm vom Bundesministerium für Bildung und Forschung verliehen wurde. Dieses Stipendium ermögliche ihm nun eine Fortbildung zum Meister und decke fast vollständig die Schulkosten dafür ab.

Eigentlich habe er noch ein paar Jahre als Geselle arbeiten wollen, doch um das Stipendium einzulösen seien nur zwei Jahre Zeit, und diese Möglichkeit gelte es zu nutzen. So ist er nun auf der Suche nach einer geeigneten Schule.

Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen zeichnete Anfang des Jahres 15 Kammersieger aus dem Landkreis Göttingen als „beste Gesellen“ ihres Handwerks aus.

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