Jeder Vierte brach Lehre bisher ab

Hilfe für Jugendliche beim Berufseinstieg

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Landkreis Göttingen. Landkreis und Stadt Göttingen wollen gemeinsam mit der Arbeitsagentur ein Programm auflegen, um Haupt- und Förderschüler beim Übergang in den Beruf zu unterstützen.

Jeder vierte Auszubildende im Landkreis Göttingen brach im Jahr 2013 seine Lehre vorzeitig ab. Das ist den Kommunen zuviel. Landkreis und Stadt Göttingen wollen - als Zwischenziel - die Quote im Jahr 2015 von 25 auf 20 Prozent senken. Um das Ziel zu erreichen, wollen Landkreis und Stadt gemeinsam mit der Arbeitsagentur Göttingen Schüler des 8. Jahrgangs beim Einstieg in den Beruf unterstützen.

Das Programm mit Gesamtkosten von rund 1,5 Millionen Euro soll ab dem Schuljahr 2015/2016 starten und über fünf Jahre gehen. Es richtet sich an Achtklässler an Hauptschulen, Hauptschulzweigen, Integrierten Gesamtschulen und Förderschulen, berichtet die Kreisverwaltung.

Die Kosten teilen sich je zur Hälfte die Arbeitsagentur auf der einen sowie Stadt und Landkreis Göttingen auf der anderen Seite. Der Kreistag wird in seiner Sitzung am Mittwoch, 25. Februar, über die finanzielle Beteiligung des Landkreises entscheiden. Geplant ist, dass 90 Schüler pro Schuljahr an dem Programm teilnehmen. Sie sollen, begleitet von Sozialpädagogen, auf ihren Schulabschluss und den Beginn einer Lehre vorbereitet werden. Ein Sozialpädagoge soll sich um eine Gruppe von 20 Schülern kümmern, dies während der letzten Jahre in der Schule sowie maximal ein halbes Jahr während der Ausbildungszeit.

Weitere Initiativen mit dem Ziel, mehr junge Leute in Ausbildung zu bringen, haben die Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen und die Industrie- und Handelskammer Hannover bereits angestoßen. Dass das dringend nötig ist, zeigt nicht nur die Zahl der abgebrochenen Lehren. Von 2010 bis 2012 sank nach Angaben des Landkreises die Ausbildungsquopte in der Region von 6,5 auf 5,6 Prozent. Damit liegt der Süden Niedersachsens unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt. Pro Jahr verlassen in Stadt und Landkreis Göttingen 4,1 Prozent der Schüler die allgemeinbildende Schule ohne Hauptschulabschluss.

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