Ortsbürgermeister von Spiekershausen

Hilmar Sengler war über 46 Jahre in der Kommunalpolitik Staufenberg aktiv

Hilmar Sengler vor der St. Marienkirche in Spiekershausen
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Hilmar Sengler vor der St. Marienkirche in Spiekershausen.

Hilmar Sengler war lange für die CDU Mitglied im Staufeberger Rat und Ortsbürgermeister von Spiekershausen. Ende 2021 verabschiedet er sich aus der Kommunalpolitik.

Staufenberg – Hilmar Sengler und Spiekershausen, das ist eine Liebe fürs Leben. Und für diese Liebe hat er sich seit über 46 Jahren als Kommunalpolitiker eingesetzt. Der 69-Jährige war in dieser Zeit Mitglied im Ortsrat, seit Ende 2011 stand er ihm auch als Ortsbürgermeister vor, und hatte 15 Jahre für die CDU einen Sitz im Staufenberger Gemeinderat.

Bei der Kommunalwahl im September hat er nicht mehr kandidiert, er wollte Platz für Jüngere machen, die „frische Ideen“ mitbringen. Zudem freue er sich darauf, mehr Zeit zu haben. Vor zwei Jahren hat er sich ein Wohnmobil gekauft, mit dem er zusammen mit seiner Frau vermehrt auf Tour gehen möchte. Außerdem hat er drei Oldtimer, zwei Mercedes und einen Jaguar, an denen es immer etwas zu schrauben gibt.

Sengler, Inhaber einer Firma für Abwassertechnik in Spiekershausen, ist seit vier Jahren im Ruhestand. Die Firma führt einer seiner Schwiegersöhne. Der 69-Jährige ist Vater zweier erwachsener Töchter und hat drei Enkelkinder.

Nach Spiekershausen ist er der Liebe wegen gekommen. Seine Frau stammt aus dem Fuldadorf, das Sengler liebevoll Staufenberger Riviera nennt. Hier, wo die Fulda breit aufgestaut ist, kreuzen Boote und ziehen Stand-up-Paddler übers Wasser. „Es ist ein Traum, hier zu leben.“ Er war 20 Jahre alt, als er 1972 mit seiner Frau dort zusammenzog. Sengler stammt aus Landwehrhagen. Dort ist er auch zur Schule gegangen. Nach der kaufmännischen Lehre stieg er in die Chemikalienhandlung seines Vaters in Kassel ein, die er später übernahm und daraus seine heutige Firma machte.

Kommunalpolitik braucht junge Menschen

Für ihn war es selbstverständlich, sich für das Fuldadorf zu engagieren. Und das legt er auch den Jüngeren ans Herz. „Wenn ich in dem Ort, in dem ich wohne, etwas verbessern will, muss ich in die Kommunalpolitik gehen“, sagt Sengler. „Nicht meckern und mähren, sondern etwas tun.“

Stolz sei er zum Beispiel darauf gewesen, was der Ortsrat mit vielen Helfern für die 700-Jahrfeier von Spiekershausen auf die Beine gestellt hat. Das habe zu den Höhepunkten seiner Zeit als Ortsbürgermeister gehört. Die Feier habe gezeigt, dass man auch Menschen erreichen könne, „die sich sonst nicht für das Dorfleben interessieren.“ Und das sei enorm wichtig. Bei den vielen Pendlern nach Kassel laufe Spiekershausen Gefahr, zu einem Schlafdorf zu werden, „wenn wir dem nicht entgegenwirken.“

Spiekershausen brauche Menschen, die sich einsetzen. Und er freue sich, dass auch Jüngere im neu gewählten Ortsrat sitzen. Zur Kommunalpolitik gehöre viel Herzblut und die Bereitschaft, einen großen Teil seiner Freizeit zu investieren. „Chapeau, wer das macht.“

(von Ekkehard Maass)

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