Historische Baukunst trifft moderne Architektur

Gebälk freigelegt: Fred Stemmer (links) und Antonio Angelilli begutachteten in der Bauphase die Sanierungsarbeiten. Fotos:  Siebert

Hann. Münden. Bei genauer Begutachtung der Häuser und deren Baustruktur fielen schnell die maroden Bauteile sowie dilettantische Reparaturen aus vergangenen Zeiten ins Auge.

Die Standsicherheit und Nachhaltigkeit der Fachwerkhäuser wurden dadurch sehr stark in Frage gestellt. Um der Erhaltung und der Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden, blieb an manchen Stellen keine andere Wahl als einen Austausch dieser Bauteile, natürlich in Absprache mit dem städtischen Denkmalpfleger Burkhard Klapp, vorzunehmen.

Neues Raumkonzept

Die Gebäude wurden teilweise vollkommen entkernt, so dass der Blick vom Erdgeschoss bis hoch in den Dachstuhl möglich war, die Fassaden jedoch in vollem Umfang erhalten wurden. Durch eine Neuanordnung der Innenwände und ein teilweises Hochsetzen und Anpassen der Räumhöhen wurden die Gebäude den heutigen Komfortanforderungen angepasst und ein neues Raumkonzept installiert. Nur so ist ein wirtschaftlicher Betrieb gewährleistet.

Naturmaterialien verbaut

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Sämtliche sanitäre und elektrische Leitungen sowie die Heizungsanlage wurden erneuert, Rauchmelder und eine Sprinkleranlage installiert, Brandschutztüren eingebaut Fenster erneuert, die Fassaden und das Dach restauriert sowie eine hundertprozentige energetische Sanierung vorgenommen. Es wurden viele Naturmaterialien, wie beispielsweise Lehm verarbeitet. Alle Böden bestehen aus geöltem Holz, es gibt keine Teppiche.

Mit Relikten vergangener Zeiten aus dem Haus wurden liebevolle Details geschaffen. So gibt es beispielsweise Zonen mit alten Fliesen aus der Fleischerei, die vor Jahrzehnten dort betrieben wurde.

Der barrierearme Zugang zu den Zimmern wird durch einen im „Hinterhof“ errichteten Laubengang mit angrenzendem gläsernem Aufzug ermöglicht. Diese zentrale und komfortable Eingangsmöglichkeit arrangiert als bedeutungsvolle Lösung die Verbindung aller fünf Gebäude. Der Einbau des Fahrstuhls wurde unter strengen Denkmalschutz- und Brandschutzauflagen umgesetzt.

Regionale Handwerker

Familie Stemmer ist es wichtig, Aufträge an Unternehmen aus der Region zu vergeben, um die Wirtschaft vor Ort zu unterstützen. So fungierten 28 Handwerker aus der Region und zwei externe Unternehmen als verlässliche Partner. (zpy)

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