5000 Euro für Mündener Einrichtung

Eaton-Mitarbeiter spendeten für das Hospiz

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Olaf Meurer von der Firma Eaton übergibt 5000 Euro für das Awo-Hospiz in Hann. Münden an Jutta Nickel. 

"Spendenbereitschaft zeigt, dass das Hospiz in den Herzen der Mündener angekommen ist"

„Herr Meurer, wenn die Abstandsregel nicht gelten würde, dann würde ich Ihnen jetzt um den Hals fallen“, sagte Jutta Nickel sichtlich berührt, als sie eine Spende in Höhe von 5000 Euro für das Awo-Hospiz in Hann. Münden entgegen nahm.

Das Geld hatten Mitarbeiter der Firma Eaton in Hann. Münden gespendet – und das, obwohl der Mündener Standort schließt und sie in eine Transfergesellschaft wechseln. „Wir haben mit der Konzernleitung vereinbart, dass unsere Mitarbeiter Einrichtungsgegenstände, wie beispielsweise Stahlschränke oder auch Werkzeuge für eine Spende mitnehmen dürfen“, erklärt Olaf Meurer, Standortleiter von Eaton in Hann. Münden. Die Höhe der Spendensumme konnten die Kollegen selbst wählen.

Ziel sei es gewesen, das Hospiz als Einrichtung in der Region und für die Region zu unterstützen. Außerdem solle die Aktion ein schöner Abschluss für die Mitarbeiter sein, die teils viele Jahre im Unternehmen gearbeitet hatten. „Wir wollen uns mit einem positiven Knalleffekt verabschieden“, betont Meurer. Das Hospizprojekt sei sowohl ihm als auch den Mitarbeitern sehr ans Herz gewachsen. Außerdem sei durch das Verschenken von Einrichtungsgegenständen verhindert worden, dass diese auf dem Schrott landen.

Jutta Nickel war sehr dankbar über die Aktion. Viele Unternehmen durchlebten in der aktuellen Coronakrise eine Situation großer Unsicherheit. „Ich bitte daher momentan niemanden selbst um Spenden“, betont Nickel. Daher berühre sie das Engagement der Eaton-Mitarbeiter sehr. Sie vertraue außerdem auf die Mündener und darauf, dass sich trotz der Coronakrise viele Spender aus eigenem Antrieb dazu entschlössen, dem Hospiz zu helfen. „Wir brauchen im Jahr mindestens 100 000 Euro an Spenden“, erklärt Nickel. Die Spendenbereitschaft zeige, dass das Hospiz in den Herzen der Mündener angekommen sei.

„Es ist stiller geworden bei uns“ 

So läuft aktuell der Alltag im Hospiz in der Coronakrise

Die Corona-Pandemie stellt auch das Hospiz der Awo in Hann. Münden vor große Herausforderungen, wie Jutta Nickel berichtet. Ihr wichtigstes Signal: Auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen sollen Menschen weiterhin ihre Angehörigen besuchen können. „Wir werden unser Haus weiterhin offen halten“, sagt Nickel. Das sei auch für die Angehörigen eine wichtige Botschaft. Niemand müsse befürchten, seine Liebsten in dieser schwierigen Situation nicht mehr besuchen zu können. Trotzdem müssten Mitarbeiter, Besucher und Gäste natürlich geschützt werden. Erhöhte Hygienevorschriften und Begrenzung der Besucherzahlen pro Gast und Tag seien nötig. Das klappe auch ganz gut. „Es ist stiller geworden bei uns, die Besucher, Gäste und Freunde unserer Gäste sind jetzt möglichst auf ihren Zimmern“, berichtet Nickel.

Hospiz in Hann. Münden: Besuch ist auch in der Krise erlaubt.

Ein großes Problem bestehe darin, dass Ehrenamtliche das Haus aus Gründen des Infektionsschutzes derzeit nicht betreten dürfen. Das reiße natürlich eine große Lücke, so Nickel, die im Haus unter anderem für das Fundraising (deutsch: Spenden- bzw. Mittelbeschaffung) zuständig ist. Musikdarbietungen und viele weitere Veranstaltungen könnten momentan ebenfalls nicht stattfinden. Gespräche mit vielen Ehrenamtlichen hätten ihr gezeigt, mit wie viel Herz ihre Kollegen sonst den Hauptamtlichen zur Seite stehen, so Nickel. Aber auch das ganz Praktische, habe die Hauptamtlichen entlastet. Das alles falle nun weg, wenn die Ehrenamtlichen nicht kommen können. „Unsere Mitarbeiter arbeiten weiterhin professionell, ruhig und mit vollem Herzen mit den Gästen. Dafür gebührt ihnen höchster Respekt“, sagt Jutta Nickel.Eaton-Mitarbeiter spendeten für Mündener Einrichtung

Spendenkonto: Sparkasse Münden, IBAN: DE37260514500165023383 BIC: NOLADE21HMU

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